Lifestyle

Palazzo: Von Enten und Luftnummern

Eine Show der Superlative. In fünf Städten in Deutschland und Österreich startet die Saison der Dinner-Show im Spiegelzelt „Palazzo“

Es ist quasi die fünfte Jahreszeit. Die der Ente und fünf Spitzenköchen: Kolja Kleeberg in Berlin, Alexander Herrmann in Nürnberg, Toni Mörwald in Wien, Cornelia Poletto in Hamburg und Harald Wohlfahrt in Stuttgart. In den ersten drei Städten hat sie gerade begonnen, in letzteren hebt sich ab dem 19. November wieder der sprichwörtliche Vorhang für „Palazzo“, die Dinner-Show im Spiegelpalast.

Vier Gänge, im vegetarischen Menü im Hauptgang statt dem „Zweierlei von der Ente“, Entenbrust und confiertes Ragour, ein Strudel mit grünem und weißem Spargel, Paprikaschaum und sautiertem Romanesco, davor und danach jeweils Akrobatik und immer auch gut gemachter Klamauk. So etwa von Mario Español, einem Schweizer mit philippinischen Wurzeln, der sich den „Chinesischen Mast“, eine meterhohe Stange, von oben bis unten mit extremer Körperbeherrschung und gewagter Choreographie zu Eigen macht. Oder die Kanadierin Fréderique Cournoyer-Lessardj, die ebenfalls weit über dem Boden gleichermaßen kraftvoll und leicht so am Luftring agiert, dass es immer wieder Zwischenapplaus gibt. So auch beim Chinesen Tonghui Ni, der sich auf einem „Schlappseil“ – Seiltanz auf einem weichen Seil – wie andere mit festen Boden unter den Füßen bewegt.

Ob man will oder nicht, wenn der Spanier Kerol (im Schottenrock) zum Beatboxing, sprich zur Mundakrobatik ansetzt und dann auch noch jongliert, schmunzelt und lacht das Publikum.

Die Gastgeber in Berlin sind ein eingespieltes Duo: Kolja Kleeberg, der vor fast dreißig Jahren in seinem damaligen Restaurant „Vau“ einen Michelin-Stern erkochte, und Hans-Peter Wodarz. Seines Zeichens Witzigmann-Schüler und wie Kleeberg gleich am Anfang seiner eigenen Restaurant-Eröffnung 1975, der „Ente von Lehel“, mit einem Stern ausgezeichnet . Dem gefiederten Vogel blieb er treu. Anfang der 1990er-Jahre gründete er das Gourmet-Theater „Pomp Duck and Circumstances“, sozusagen der Vorreiter des „Palazzos“, das sich inzwischen auch schon in der 17. Spielzeit befindet.

Immer wieder gab es „Palazzo“-Jahreszeiten, bei denen die vier Gänge fast schon Teil des künstlerischen Gesamtprogramms waren, wo die Artisten fast schon ohne Unterlass von Tisch zu Tisch unterwegs waren, Späßchen trieben und Kunststückchen vollbrachten. „Nachtschwärmer“, so die diesjährige Show in Berlin, geht es etwas sanfter an. Mit viel Musik von der englischen Sängerin und Cabaret-Ikone Chastity Belt, ein Stimmwunder, das für Gänsehaut sorgt, sowie dem südafrikanischen Sänger Yamisava, der für Afro-Soul mit Gefühl steht. Diesmal auch ein guter Show-Spielzug: Keine Pause, sondern rund zweieinhalb Stunden Kulinarik und Bühnenkunst nonstop.

Vier Monate geht die „fünfte Jahreszeit“, bis Anfang März. Da kann die „Palazzo“-eigene Statistik in den fünf Städten auch ordentliches Zahlenwerk vorweisen. So läuft eine Servicekraft pro Abend 14 Kilometer, brennen die Saison über 69.800 Kerzen, werden pro Tag 1850 Gläser geputzt und erzeugt ein gemeinsamer Saal-Lacher bei rund 300 Gästen mehr Schall als ein Moped.

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