Lifestyle

Hurra, hurra, der Christbaum brennt…

ARAG Experten warnen vor erhöhter Brandgefahr in der Weihnachtszeit

ExposureToday / Pixabay

In zwei Tagen ist es soweit. Dann zünden wir die erste Kerze auf dem Adventskranz an und die Vorweihnachtszeit hat offiziell begonnen. Doch unter die Vorfreude aufs Fest mischt sich vor allem bei einer Berufsgruppe auch die Sorge, denn brennende Adventsgestecke, in Flammen stehende Weihnachtsbäume, gefolgt vom unachtsamen Umgang mit Silvesterböllern und Co. sind regelmäßig Anlass für zahlreiche Feuerwehreinsätze. Hier herrscht höchste Alarmstufe. Dabei könnten die meisten Brände zur Weihnachtszeit mit etwas Vorbereitung und Umsicht vermieden werden. Die ARAG Experten verraten, wie.

Besonders viele Brände im Dezember

20 Prozent aller Brandursachen lassen sich auf menschliches Fehlverhalten zurückführen. Dabei schnellen gerade im Dezember jedes Jahr die Zahlen für Brandschäden in die Höhe: Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) entstehen rund 50 Prozent mehr Schäden durch Zimmer- oder Hausbrände als in den anderen Monaten. Im Jahr 2019 brannte es 29.000 Mal in der Advents- und Weihnachtszeit im Vergleich zu 20.000 Bränden pro Monat im Frühjahr oder Herbst.

Wunderkerzen am Weihnachtsbaum gefährden den Versicherungsschutz

In der Regel deckt eine Hausratversicherung Schäden ab, die durch Brände entstehen. Eine Privathaftpflichtversicherung sorgt zudem dafür, dass auch fremde (Brand-)Schäden bezahlt werden, wenn z. B. auch die Wohnung des Nachbarn durch ein Feuer in den eigenen vier Wänden beschädigt wird. Eigentümer von Immobilien sind nach Angaben der ARAG Experten gut beraten, wenn sie eine Wohngebäudeversicherung abschließen, da sie auch Brandschäden absichert.

Doch je nach Schaden ist es bei einem brennenden Weihnachtsbaum möglich, dass Geschädigte trotz aller Umsicht zumindest auf einem Teil der Kosten sitzen bleiben. Kann nachgewiesen werden, dass sogar fahrlässig mit Kerzen, Knallern und Co. umgegangen wurde, riskieren Versicherte unter Umständen den gesamten Versicherungsschutz. In einem konkreten Fall zündeten die Versicherten unmittelbar am Weihnachtsbaum Wunderkerzen an. Es entstand ein Brand. Das angerufene Landgericht entschied, dass die Versicherten grob fahrlässig gehandelt hatten. Die Hausratversicherung musste daher die durch den Schaden entstandenen Kosten nach damaliger Rechtslage nicht zahlen (LG Offenburg, Az.: 2 O 197/02). Zum umsichtigen Umgang mit offenem Feuer gehört nach Auskunft der ARAG Experten nicht nur ein Feuerlöscher, sondern auch eine griffbereite Löschdecke. Zudem kann die Installation von Rauchwarnmeldern Leben retten – und ist in Privathaushalten inzwischen nahezu bundesweit Pflicht.

Kinder: Kerzen anzünden nur unter Aufsicht

Das Landgericht Bielefeld wies in einem anderen Rechtsstreit darauf hin, dass Eltern ihre Feuerzeuge nicht in der Reichweite ihrer Kinder aufbewahren sollten. In dem entschiedenen Fall hatte ein achtjähriges Kind selbstständig mit dem Feuerzeug Teelichter angezündet und einen Brand verursacht. Da das Kind selbst nicht für den Schaden verantwortlich gemacht werden konnte und die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt hatten, hafteten diese und nicht die Hausratversicherung für den entstandenen Brandschaden, urteilten die Richter (LG Bielefeld, Az.: 21 S 166/06).

Praktische Tipps, um Brände vermeiden

Frisches Tannengrün entzündet sich schlechter als vertrocknete Zweige! Beim Adventskranz schwer möglich, aber zumindest den Weihnachtsbaum sollte man erst kurz vor dem Fest kaufen. Adventskränze gehören auf eine nicht brennbare Unterlage wie z. B. Glas- oder Porzellanteller. Für Weihnachtsbäume empfiehlt sich ein stabiler Ständer, der mit Wasser gefüllt werden kann, so dass das Grün bei echten Christbaumfans auch bis Anfang Januar durchhält.

Wer auf echtes Kerzenlicht nicht verzichten mag, sollte sie nur in festen, eigens dafür vorgesehenen Kerzenhaltern an möglichst freien Stellen anbringen, keinesfalls direkt unter Äste oder Zweige. Angezündet werden sie nach Auskunft der ARAG Experten stets von oben nach unten, gelöscht hingegen von unten nach oben.

Vor allem wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben, darf der Baum mit brennenden Kerzen nie aus den Augen gelassen werden. Ein Eimer mit Wasser oder ein Handfeuerlöscher sollten immer griffbereit in der Nähe des Baumes stehen. Mit Kindern sollte man darüber hinaus den Ernstfall üben! Der Nachwuchs sollte wissen, dass man sich bei einem Brand auf keinen Fall verstecken darf und auch die Notrufnummer 112 der Feuerwehr kennen!

Weitere interessante Informationen zur Brandvorbeugung unter:
https://www.arag.de/rechtsschutzversicherung/vermieterrechtsschutz/feuer-wohnungsbrand-vorbeugen-versicherung/

(ARAG)

print

Tags: , , ,

ESG Impact Investing

ESG Impact Investing

Nachhaltige Investmentfonds zu UN-Entwicklungszielen.

Die Ausgaben im Überblick

ETF-News

ETF-News

Aktuelle News zu börsengehandelten Indexfonds.

zu den News

Guided Content

Guided Content ist ein crossmediales Konzept, welches dem Leser das Vergleichen von Finanzprodukten veranschaulicht und ein fundiertes Hintergrundwissen liefert.

Die Ausgaben im Überblick

ASCORE Auszeichnung

Es gibt viele gute Tarife – für die Auszeichnung „Tarif des Monats“ gehört mehr dazu. Lesen Sie hier, was die ausgezeichneten Tarife zu bieten haben.

Tarife des Monats im Überblick

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Mein Geld Newsletter

Melden Sie sich für unseren 14-tägigen Newsletter an.

zur Newsletteranmeldung

25 Jahre Mein Geld
Icon

Mein Geld TV

Das aktuelle Video

Asssekuranz Award die Bayrische
-
Die Sponsoren des Assekuranz Awards 2021

Dank an die Bayerische und Antwort von Maximilian Buddecke, Leitung Partner- und Kooperationsvertrieb.

zum Video | alle Videos
Icon

Mein Geld Magazin

Die aktuelle Ausgabe

Mein Geld 05 | 2021

Die Zeitschrift Mein Geld - Anlegermagazin liefert in fünf Ausgaben im Jahr Hintergrundinformationen und Nachrichten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Finanzen.

zur Ausgabe | alle Ausgaben