Lifestyle

Der Wildtier-Knigge

Die ARAG Experten über das richtige Verhalten bei einer Wildtierbegegnung

Mysticsartdesign / Pixabay

Spazierengehen gehört nicht erst seit der Pandemie zu den Lieblingsbeschäftigungen der Deutschen: 2020 gaben laut Statista 18,7 Mio. Menschen an, mehrmals wöchentlichen spazieren zu gehen. Zu einer wohl eher unliebsamen Überraschung beim Spaziergang gehört das Aufeinandertreffen mit einem Wolf. Rund 128 Rudel gibt es zurzeit in Deutschland. Und obwohl sie für den Menschen grundsätzlich keine Gefahr darstellen, verbreiten die wilden Vierbeiner Furcht unter den Menschen. Die ARAG Experten geben im Folgenden Tipps, wie man sich verhalten sollte, wenn man auf einen Wolf oder andere Wildtiere trifft.

Kategorie Wildtier

Dazu gehören kleinere Tiere wie beispielsweise Rehe, Füchse, Waschbären, Vögel, Marder oder Hasen. Aber auch größere Tiere wie z. B. Wildschweine, Hirsche oder Wölfe. Allgemein lässt sich sagen, dass alle Tiere, die in der freien Wildbahn ohne Besitzer leben, Wildtiere sind. Dabei sind die meisten eher scheu und laufen weg, sobald sich ein Mensch nähert.

Allgemeine Regeln im Wald

Ja, es gibt tatsächlich einen Paragraphen, der den Zugang zum Wald regelt: Laut Paragraf 14 des Bundeswaldgesetzes (BWaldG) hat jeder das Recht, sich im Wald zu erholen. Doch dabei muss er bestimmte Beschränkungen beachten, um den geschützten Lebensraum der Tiere nicht zu stören. Natürlich sollte kein Müll liegengelassen werden. Der verschmutzt nicht nur die Natur, sondern könnte auch von Tieren gefressen werden. Bei einem Hundespaziergang raten die ARAG Experten, den Vierbeiner anzuleinen, damit er Wildtieren nicht nachjagt. Um die Ruhezone der Tiere nicht zu stören, sollten Spaziergänger nicht abseits der Wege wandern. Und so wild-romantisch es auch sein kann, nach Einbruch der Dunkelheit im Wald herumzustromern: Nachtaktive Tiere, die auf der Suche nach Nahrung sind, können dadurch verschreckt werden.

Wald ist kein Streichelzoo

Die ARAG Experten raten, bei einer Begegnung mit tierischen Waldbewohnern nicht in Panik zu geraten und ruhig stehenzubleiben, bis die meist scheuen Vierbeiner von alleine weglaufen. Egal wie zutraulich die Tiere sind: Streicheln ist allein aus Ansteckungsgründen tabu, weil sie Überträger für Krankheiten sein können. Darüber hinaus ist es auch für die Tiere gefährlich: Nehmen die Jungtiere durch die Streicheleinheiten den menschlichen Geruch an, werden sie unter Umständen nicht mehr von ihrer Mutter akzeptiert.

Verhalten bei einer Wolfsbegegnung

Wölfe sind neugierige, aber auch sehr vorsichtige Tiere. Ihr ausgeprägtes Misstrauen gegenüber potenziellen Feinden und Gefahren gehört zu ihren Überlebensstrategien. Daher kommt es, obwohl ihre Population wächst, eher selten zu einer direkten Begegnung zwischen Wolf und Mensch. Meist bemerken Wölfe Menschen frühzeitig und gehen ihnen aus dem Weg. Dabei passen sie sich normalerweise an die Aktivität der Menschen an und frequentieren die Bereiche ihres Streifgebietes, in denen tagsüber viele Menschen anzutreffen sind, überwiegend in der Nacht. Ohnehin gehört der Mensch nicht zum Beuteschema eines Wolfes. Zudem weisen die ARAG Experten darauf hin, dass Deutschland seit 2008 tollwutfrei ist, also auch diesbezüglich keine Gefahr besteht. Wer einem Wolf begegnet, kann ihn durch lautes Klatschen oder Rufen einschüchtern, sodass er flieht. Nur bei jüngeren Wölfen muss Lärm nicht unbedingt funktionieren. Sie sind extrem neugierig und ergreifen vielleicht nicht sofort die Flucht. Aber auch hier gilt: ruhig bleiben!

Verhalten bei einer Wildschweinbegegnung

Wildschweine legen ein vorsichtiges Verhalten an den Tag und sind eher friedlich. Da sie einen ausgeprägten Geruchssinn haben, riechen sie Menschen bereits aus großer Entfernung und gehen ihnen in der Regel aus dem Weg. Sollte es doch zu einer Begegnung kommen, warnen die ARAG Experten vor hektischen Bewegungen. Stattdessen sollten sich Spaziergänger langsam zurückziehen.

Handelt es sich um eine Wildschweinmutter, gilt besondere Vorsicht. Vor allem, wenn man zwischen die Bache und ihre Frischlinge gerät, muss man mit einem Angriff des Tieres rechnen. In diesem Fall hilft nur ein beherzter Sprung auf einen Baum oder ein anderes höheres Hindernis, da Wildschweine zwar extrem schnell laufen, aber nicht klettern können.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sonstige/

(ARAG)

print

Tags: , , ,

ESG Impact Investing

ESG Impact Investing

Nachhaltige Investmentfonds zu UN-Entwicklungszielen.

Die Ausgaben im Überblick

ETF-News

ETF-News

Aktuelle News zu börsengehandelten Indexfonds.

zu den News

Guided Content

Guided Content ist ein crossmediales Konzept, welches dem Leser das Vergleichen von Finanzprodukten veranschaulicht und ein fundiertes Hintergrundwissen liefert.

Die Ausgaben im Überblick

ASCORE Auszeichnung

Es gibt viele gute Tarife – für die Auszeichnung „Tarif des Monats“ gehört mehr dazu. Lesen Sie hier, was die ausgezeichneten Tarife zu bieten haben.

Tarife des Monats im Überblick

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Mein Geld Newsletter

Melden Sie sich für unseren 14-tägigen Newsletter an.

zur Newsletteranmeldung

25 Jahre Mein Geld
Icon

Mein Geld TV

Das aktuelle Video

Das Kompositgeschäft boomt trotz der Coronakrise
-
Mein Geld TV One-on-One mit Herrn Ralf Dietrich // Vertriebskoordinator Partnervertrieb, Gothaer

One-on-One – das Expertengespräch von Mein Geld TV: Isabelle Hägewald, im Interview mit Herrn Herrn Ralf Dietrich // Vertriebskoordination Komposit Partnervertriebe Gothaer Allgemeine Versicherung. Das Kompositgeschäft boomt trotz der Coronakrise - wie ist das zu bewerten?

zum Video | alle Videos
Icon

Mein Geld Magazin

Die aktuelle Ausgabe

Mein Geld 04 | 2021

Die Zeitschrift Mein Geld - Anlegermagazin liefert in fünf Ausgaben im Jahr Hintergrundinformationen und Nachrichten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Finanzen.

zur Ausgabe | alle Ausgaben