„Wenn Zinsen steigen, gibt es sowohl auf der Aktien- als auch auf der Rentenseite in einem Multi-Asset-Produkt ein hohes Risiko. Das ist quasi ein doppeltes Risiko für nur einmal Rendite“, warnt der Aktienexperte. Auch ein Ausweichen auf renditestärkere Anleihesegmente wie Hochzinsanleihen oder Emerging-Markets-Anleihen hält er für den falschen Weg: „Die dort erzielbaren Renditen klingen zwar hoch, sind aber im Vergleich zum eingegangenen Risiko sehr gering.“
Entscheidend bei der Fondsauswahl ist nun vielmehr, nicht einfach nur aufgrund einer erfolgreichen Performance in der Vergangenheit zu kaufen. Die Anleger sollten einen Schritt weitergehen und analysieren, worauf die gute Wertentwicklung zurückzuführen ist. Dann gilt es zu beurteilen, ob die Strategie auch im künftigen Marktumfeld die gleiche Leistung erbringen kann. „Und das ist gerade bei klassischen Multi-Asset-Produkten die Frage. Wer hier genau analysiert, wird zum Schluss kommen, dass die Luft für diese vermeintlich vermögensverwaltenden Fonds deutlich dünner wird“, sagt Boydak.
Für Investoren, die nicht ohne Absicherung auf Aktienmärkte setzen wollen, sieht der Fondsmanager die optimale Lösung in einer Aktien-Long-Short-Strategie, wie sie der LOYS Global L/S umsetzt. Der Fonds kombiniert Long-Positionen in globalen Qualitätsaktien mit Short-Positionen in Marktindizes. Letztere dienen der Absicherung des Marktrisikos. „So sichern wir Aktienrisiken sehr sauber ab: Wenn die Aktien fallen, greift die Short-Seite, wenn sie steigen, profitiert die Long-Seite“, erklärt Boydak. „Während bei einer Diversifizierung über Anlageklassen die Korrelationen kaum noch negativ sind, liefert eine Kombination aus Aktien-Long- und Aktien-Short-Positionen eine Korrelation von Null bis negativ – so wie es sich ein rationaler Investor wünscht.“






























