Investmentfonds

State Street: 21 Billionen US-Dollar in ETFs

Globaler ETF-Bericht untersucht, wie sich der ETF-Markt durch Skaleneffekte verändert

mit einem weltweiten ETF-Vermögen nahe der 22-Billionen-Dollar-Marke tritt die ETF-Branche in eine neue Phase ein. Infrastruktur, Kapazität und Ausführung innerhalb der Branche werden zunehmend darüber entscheiden, welche Strategien und Emittenten wachsen können. Zu dieser Erkenntnis kommt State Street, einer der weltweit führenden Anbieter von Finanzdienstleistungen, in seinem neuen Bericht zum ETF-Ausblick 2026.
Nach mehr als einem Jahrzehnt rascher Expansion kommt der Bericht zu dem Schluss, dass ETFs nicht mehr nur als Anlageprodukte fungieren. Stattdessen werden sie zu zentralen Bestandteilen dessen wie Märkte funktionieren und beeinflussen, wie Vermögensverwalter Fonds auflegen, Vermögenswerte umschichten, Anleger erreichen und die Liquidität über Regionen und Anlageklassen hinweg steuern. ETFs übernehmen diese größere Rolle, was Druck für die Branche mit sich bringt. Themen wie Liquiditätsmanagement, operative Bereitschaft, Vertriebsmechanismen und Kapazitätsengpässe gewinnen an Bedeutung, da ETFs in komplexere Strategien und breitere Anwendungsfälle expandieren, darunter aktive, ergebnisorientierte und festverzinsliche Ansätze.
Hinzukommt: Zum ersten Mal überstieg die Zahl der neu aufgelegten aktiven ETFs in Europa die der passiven Aktien-ETFs – ein symbolischer Wendepunkt für eine Branche, die lange Zeit von der Indexnachbildung geprägt war. Anleger wendeten sich zudem zunehmend europäischen und nicht-amerikanischen Aktien zu, womit sich eine lange Phase der Dominanz US-amerikanischer Aktien umkehrt. Auch Faktor- und Dividenden-ETFs verzeichneten ein bescheidenes Comeback, da Anleger in einem zinsniedrigen, aber nach wie vor unsicheren makroökonomischen Umfeld nach Erträgen und Diversifizierung suchten.
„Das ETF-Wachstum hat einen Punkt erreicht, an dem die Größe die Diskussion verändert“, sagte Jörg Ambrosius, President of Investment Services bei State Street. „Der Markt wächst zwar weiterhin, doch der Erfolg hängt zunehmend davon ab, ob Unternehmen in der Lage sind, in großem Maßstab zu agieren, Komplexität zu bewältigen und konsistent zu agieren, während ETFs eine immer größere Rolle im Finanzsystem einnehmen.“
Als weltweit führender ETF-Dienstleister, gemessen am verwalteten Vermögen, verfügt State Street über einen umfassenden Überblick darüber, wie Wachstum, Komplexität und Umfang auf dem globalen ETF-Markt zusammenwirken.
Der Bericht blickt auch auf das Jahr 2025 zurück. Bei weltweiten ETF-Zuflüssen von rund 2,4 Billionen US-Dollar im Laufe des Jahres wurde ein Großteil dieser Dynamik von aktiven Strategien getrieben, die mehr als 600 Milliarden US-Dollar anzogen, da Anleger ETFs zunehmend für festverzinsliche, ergebnisorientierte und risikogesteuerte Engagements nutzten. Der Ausblick stellt fest, dass dies die Erwartung des letzten Jahres bestätigt hat, dass aktive ETFs mit steigendem Vermögensvolumen weiter Marktanteile gewinnen würden. Gleichzeitig verlief die Akzeptanz der Branche in neueren Bereichen, insbesondere bei digitalen Vermögenswerten, verhaltener als erwartet, was den Bedarf an weiterer Marktinfrastruktur und regulatorischer Klarheit widerspiegelt

 

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