Damit etablieren sich ETF-Sparpläne zunehmend als zentraler Treiber des ETF-Einsatzes unter Privatanlegern in Europa. Die extraETF-Studie zeigt, dass insbesondere die steigende Nachfrage von Frauen und jüngeren Anlegern[1], innovative Angebote digitaler Anbieter sowie regulatorische Veränderungen das Marktwachstum bis zum Ende des Jahrzehnts stützen werden.
Rekordwachstum bei ETF-Sparplänen
Neue Daten zeigen, dass europäische Anleger im Jahr 2025 insgesamt 22,7 Milliarden Euro über ETF-Sparpläne investiert haben. Gleichzeitig stieg die Zahl der monatlich ausgeführten Sparpläne auf 15,1 Millionen und damit auf einen neuen Höchststand. Geringere Mindestanlagebeträge sowie einfache, automatisierte Sparlösungen erleichtern immer mehr Menschen in Europa den Zugang zum Investieren. ETF-Sparpläne haben sich damit als unkomplizierter Weg für den langfristigen Vermögensaufbau etabliert. ExtraETF identifiziert zwei wesentliche Faktoren, die das Wachstum in den kommenden Jahren weiter unterstützen dürften: das wachsende Angebot von Neobanken und anderen digitalen Anbietern mit pan-europäischer Präsenz sowie Initiativen, wie die geplanten staatlich geförderten Altersvorsorgeportfolios in Deutschland.
Manuela Sperandeo, Co-Head of European iShares, BlackRock, sagt: „Wir sind der Meinung, dass Finanzmärkte für alle zugänglich sein sollten. ETF-Sparpläne ermöglichen es europäischen Anlegern, regelmäßig, einfach und kosteneffizient zu investieren und langfristig Vermögen aufzubauen. Als führender ETF-Anbieter in Europa[2] sind wir stolz darauf, Millionen Europäern den Zugang zu den Kapitalmärkten zu eröffnen.“
ETF-Momentum nimmt europaweit zu
Deutschland bleibt der führende Markt für ETF-Sparpläne. Gleichzeitig nimmt die Dynamik in ganz Europa weiter zu: In den Niederlanden, Frankreich, Italien, Spanien und im Vereinigten Königreich ist die Zahl der ETF-Anleger in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.[3] Europaweit halten inzwischen 32,8 Millionen Menschen ETFs – das entspricht 10 Prozent der erwachsenen Bevölkerung und 25 Prozent aller Anleger. Seit 2022 ist die Zahl der ETF-Anleger damit um 69 Prozent gestiegen (von 19,3 Millionen).[4]
Langfristige Prognose bis 2030 angehoben
Die neuen Daten von extraETF verbessern den langfristigen Ausblick für den ETF-Markt: es wird erwartet, dass bis im Jahr 2030 in Kontinentaleuropa rund 53,7 Millionen ETF-Sparpläne pro Monat ausgeführt werden. Das entspräche einem jährlichen Sparvolumen von rund 73 Milliarden Euro. Das gesamte ETF-Vermögen auf digitalen Investmentplattformen dürfte bis dahin voraussichtlich die Marke von einer Billion Euro erreichen. Die Treiber des Wachstums dürften einmalige ETF-Investitionen, ETF-Sparpläne und die Marktentwicklung sein.
Christian Bimüller, Leiter Vertrieb Digitale Kunden Kontinentaleuropa bei BlackRock, sagt: „ETF-Sparpläne verändern grundlegend die Art und Weise, wie Menschen investieren. Sie senken Einstiegshürden und erleichtern es immer mehr Anlegern, langfristig Vermögen aufzubauen. Die Dynamik ist eindeutig: Bis 2030 erwarten wir mehr als eine Verdreifachung der monatlichen ETF-Sparplanaktivität – und somit deutlich mehr Menschen, die sie nutzen.“
Digitale Lösungen treiben die Nachfrage neuer und jüngerer Anleger
Das wachsende Interesse an ETF-Sparplänen geht mit einem Rückgang des durchschnittlichen monatlichen Betrags, der in ETF-Sparplänen angelegt wird, einher: Dieser liegt 2025 bei rund 125 Euro, nach 136 Euro im Vorjahr. Gleichzeitig werden 22,7 Milliarden Euro jährlich in ETF-Sparpläne angelegt. Innovationen wie der Handel mit Bruchteilen von Anteilen sowie Mikro-, Round-up- und Cashback-Programme haben das Investieren weiter vereinfacht und Millionen mehr Menschen den Einstieg ermöglicht – darunter auch Eltern, die Sparpläne für Kinder oder Junior-Depots einrichten. Während also der durchschnittliche Betrag, der monatlich in ETF-Sparpläne fließt, zurückgegangen ist, ist das Gesamtvolumen in ETF-Sparplänen und die Anzahl dieser weiter gestiegen.
Die BlackRock-Studie People and Money bestätigt diesen Trend: 49 Prozent der Europäer im Alter von 18 bis 34 Jahren haben vor, innerhalb der nächsten zwei Jahre einen ETF-Sparplan zu beginnen. Das unterstreicht die starke Attraktivität für jüngere Anleger.
Markus Jordan, Geschäftsführer bei extraETF: „Unsere Daten zeigen, dass sich ETF-Sparpläne von einem nationalen Phänomen zu einer pan-europäischen Investitionsgewohnheit entwickeln. Mit 15,1 Millionen monatlichen Ausführungen wachsen sie rasant in mehreren Märkten und werden zu einem zentralen Wachstumstreiber des Privatanlegergeschäfts in Europa.“
Bevorzugte Anlagebausteine im Jahr 2025
Die Studie zeigt zudem, dass sich die Allokationen in ETF-Sparplänen 2025 vor allem auf breit diversifizierte und technologieorientierte Indexlösungen konzentrieren. Der MSCI World sowie der MSCI ACWI und regionale Indizes wie der MSCI Emerging Markets bleiben zentrale Bausteine europäischer Anlegerportfolios. Ergänzt werden sie zunehmend durch Indizes, die von strukturellen Wachstumstreibern wie Künstlicher Intelligenz profitieren – etwa der Nasdaq 100, der Big Data Index oder der S&P 500 Information Technology – sowie durch kurzfristige Geldmarktanlagen und Engagements in Edelmetallen.
































