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Mehrheit der Investment Professionals fordert stärkere Transparenz bei Indizes

Indizes stellen ein wichtiges Werkzeug für Investoren dar. Durch Benchmarking und den Vormarsch passiver Index-Tracking Strategien hat sich ihr Einfluss auf das Geschehen an den internationalen Finanzmärkten in den vergangenen Jahren verstärkt. Regulatoren haben im Zuge der Libor-Affäre verstärkt Indizes in den Fokus genommen. Allerdings bewerten 45 Prozent der deutschen Investment Professionals die Transparenz im Hinblick auf die Zusammensetzung sowie die zugrundeliegenden Methodiken bei der Veränderung von Indizes nur als mittelmäßig – so die Ergebnisse der aktuellen DVFA Freitagsfrage. Etwas weniger, 43 Prozent, schätzen die Informationslage generell als gut ein. 

Insgesamt 80 Prozent der Experten sind der Meinung, dass die Regulatoren Indexanbieter generell (60 Prozent) oder in bestimmten Bereichen (20 Prozent) – beispielsweise bei Strategie Indizes – zu stärkerer Transparenz verpflichten sollten. Nur 20 Prozent der Befragten sehen hier keinen Handlungsbedarf.

Zwei Drittel (67 Prozent) gehen davon aus, dass die von der European Securities and Markets Authority (ESMA) geplanten neuen Vorschriften für Indexanbieter, wie verstärkte Compliance-Maßnahmen oder die Veröffentlichung von Berechnungsmethoden, in der Praxis zu einer Verbesserung für die Anlegerseite führen werden. Ein Drittel (33 Prozent) geht nicht von einer solchen Wirkung aus. Im Hinblick auf eine mögliche Erhöhung der Gebühren für die Nutzer von Indizes als eine Konsequenz aus den neuen Vorschriften sind die Befragten geteilter Meinung – 48 Prozent erwarten einen Anstieg der Kosten, 52 Prozent gehen nicht davon aus.

„Mit der zunehmenden Marktmacht der Indizes kommt deren Transparenz eine wichtige Rolle zu“, erläutert Ralf Frank, Generalsekretär der DVFA e.V. „In einigen Bereichen ist es für Anleger aufgrund fehlender Informationen, beispielsweise zur Methodik und zu verwendeten Daten, schwierig, Stabilität und Risiken eines Index einzuschätzen. Auch wirken vermutlich noch die Folgen der Libor-Manipulation nach. Hier bedarf es einer Regulierung mit Augenmaß“, so Frank.

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