Investmentfonds

J.P. Morgan Asset Management: Günstige Bewertungen und Aufholpotenzial – im Income-Zyklus ist noch Spielraum für Aufwärtsbewegung

Dividenden können im neuen Zyklus um 8 Prozent jährlich wachsen

Tumisu / Pixabay


Die Experten von J.P. Morgan Asset Management sind überzeugt, dass für ertragsorientierte Anleger weiterhin gute Zeiten zu erwarten sind. „Während der Marktzyklus insgesamt bereits in eine mittzyklische Phase eintritt und viele Märkte über Vorkrisenniveau notieren, ist für den Income-Zyklus noch Luft nach oben“, betont Jakob Tanzmeister, Investmentspezialist in der Multi-Asset-Solutions-Gruppe bei J.P. Morgan Asset Management. So sei die Aufholjagd der ertragsorientierten Anlageklassen noch lange nicht abgeschlossen und die fortgesetzte wirtschaftliche Erholung in immer mehr Ländern unterstütze weiterhin die Rotation an den Märkten. Zudem seien die Bewertungen noch nicht so ausgereizt wie beispielsweise im gleichen Zeitraum nach der Finanzkrise.

Tanzmeister räumt ein, dass der einfachste Teil der Erholung sowohl für den Aktienmarkt als auch für die Weltwirtschaft bereits hinter uns liegen mag und der Rest des Jahres für die Finanzmärkte durchaus volatiler ausfallen könnte. Trotzdem sieht er die Aussichten für das kurzfristige globale Wachstum nach wie vor als sehr robust an. „Auch wenn die Erholungsrally durch die aufgestauten Konsumausgaben nachlässt, erwarten wir, dass Staats- und Unternehmensausgaben diese Lücke schließen werden. Unser Kernszenario ist weiterhin ein über dem Trend liegendes Wachstum bis weit in das Jahr 2022 hinein und so bleibt noch Spielraum für eine weitere Aufwärtsbewegung bei Risikoanlagen“, führt der Experte aus. Um von diesem Umfeld zu profitieren, haben die Income-Manager Michael Schoenhaut und Eric Bernbaum den JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund sowie sein nachhaltiges Pendant JPMorgan Investment Funds – Global Income Sustainable Fund seit Jahresbeginn prozyklisch und mit größerem Risikofokus ausgerichtet. In Erwartung eines weiteren Anstiegs der Unternehmensgewinne haben sie sich beispielsweise für höhere Kurse an den Aktienmärkten gerüstet und die Aktienallokation weiter diversifiziert.“, fasst Tanzmeister die aktuelle Strategie zusammen.

Dividendenaktien weiterhin unterbewertet

Besonders positiv sehen die Experten derzeit die Entwicklung der Dividendenaktien, die zu Beginn der Pandemie sehr stark von den Märkten abgestraft wurden. Im neuen Zyklus sollten die Dividenden im MSCI All Country World Index um 8 Prozent jährlich wachsen und über die nächsten fünf Jahre um 46 Prozent steigen. „Angesichts dieses enormen Potenzials gibt es keinen Grund, warum die Dividendentitel aktuell noch so günstig bewertet sind“, wundert sich Tanzmeister.
Auch die gestiegene Inflation fürchtet der Experte nicht. Um für das reflationäre Umfeld gerüstet zu sein, wurde die Duration im Portfolio reduziert. So hatte in der Allokation im Hochzinssegment ein Viertel der Titel eine Laufzeit von weniger als einem Jahr – wenn diese Anleihen auslaufen, können wir in neue Anleihen mit höheren Kupons reinvestieren. Insgesamt sieht Jakob Tanzmeister in diesem Umfeld große Chancen für zyklisch orientierte Mischfonds – sowohl historisch als auch in der anhaltenden Erholung.

Mit seinem breit gestreuten flexiblen Ansatz und der aktuellen prozyklischen und risikoorientierteren Ausrichtung konnte der Global Income Fund in diesem Jahr bereits mehrfach neue Allzeithochs erreichen und 7,45 Prozent zulegen (Stand: 10. September 2020). Die letzte Ausschüttung im August betrug in der Anteilklasse A (div) EUR annualisiert 3,9 Prozent (Ausschüttungen sind nicht garantiert). „Wir suchen weiterhin nicht die Positionen mit der höchsten Dividendenrendite, sondern mit langfristigem Wachstumspotenzial und ausgerichtet auf Zukunftsthemen“, erläutert Jakob Tanzmeister die Anlagephilosophie, stets mit Risikofokus zu investieren, um die „optimalen“ laufenden Erträge auszuschütten.

Nachhaltigkeit zunehmend im Fokus

Ein wichtiges Zukunftsthema ist die Nachhaltigkeit, an der Investoren laut Tanzmeister heute nicht mehr vorbeikommen – nicht zuletzt, da Nachhaltigkeitsziele zunehmend in der Fiskalpolitik der Länder festgelegt sind. So wird dieses Megathema viele Branchen transformieren, was Chancen und Risiken mit sich bringt. „Es wird sich eine Schere zwischen Gewinnern und Verlieren öffnen und auf diese Disruption gilt es, vorbereitet zu sein. Wobei ein Investment nur, weil es ‚grün‘ ist, noch lange nicht rentabel sein muss“, betont der Experte. So sei ein selektives Vorgehen wichtig und vor dem ESG-Hintergrund muss umso sorgfältiger geprüft werden, ob die finanziellen und ausschüttungsorientierten Kriterien erreicht werden können. „Um die notwendigen Daten zur Nachhaltigkeit zu ermitteln und ausnutzen zu können ist viel eigenes Research und eine besondere Expertise nötig. Nicht für alle Anlageklassen ist die ESG-Datenlage gleich gut, zudem ist es eine besondere Herausforderung, die Ergebnisse über Anlageklassen hinweg vergleichbar zu machen“, führt Tanzmeister aus. Da zudem ESG-Ratings verschiedener Anbieter häufig sehr unterschiedlich ausfallen, sei eigenes Research unerlässlich. So war viel Vorarbeit und ein langer Vorlauf nötig, bis J.P. Morgan Asset Management das Thema Nachhaltigkeit für die Multi-Asset-Income-Fonds umsetzen konnte.

Für die Kombination aus Nachhaltigkeit und Ertragskraft wurden drei Säulen in den Investmentprozess der Income-Fonds integriert. Bereits seit dem 2. Quartal 2020 wird für alle aktiven Strategien die vollständige ESG-Integration, also die Berücksichtigung wesentlicher Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren im Investmentprozess, erfolgreich umgesetzt. So gibt es heute einen differenzierten ESG-Ansatz innerhalb jeder der mehr als zehn Anlageklassen, die für die Income-Strategie genutzt werden. „ESG-Integration bedeutet, dass die ESG-Risiken die Entscheidungsfindung auf Einzeltitelebene beeinflussen können und sich auch in der Asset Allocation des Global Income Fund widerspiegeln. Es werden im Global Income Fund jedoch keine Wertpapiere systematisch anhand von ESG-Faktoren ausgeschlossen“, betont Jakob Tanzmeister.

Seit Februar dieses Jahres wird die Income-Strategie um eine dezidiert nachhaltige Variante ergänzt: Im JPMorgan Investment Funds – Global Income Sustainable Fund werden zusätzlich zur ESG-Integration zwei weitere Säulen der Nachhaltigkeit umgesetzt. Einerseits gibt es normen- und wertbasierte Ausschlüsse von Sektoren, die nicht als nachhaltig angesehen werden – dazu gehören Branchen wie Kohle, Atomkraft und Öl/Gas, Waffen, Tabak oder Glücksspiel. Zudem werden Unternehmen ausgeschlossen, die gegen die „UN Global Compact“-Norm verstoßen. Und schließlich können Ausschlüsse auf Basis der ESG-Analysen der verschiedenen Investment-Teams erfolgen. Als dritte Nachhaltigkeitsebene legt das Fondsmanagement einen besonderen Fokus auf solche Unternehmen, die überdurchschnittliche Nachhaltigkeitswerte ausweisen und beispielsweise helfen, die Energiewende zu gestalten. Um diese zu identifizieren nutzt das Management quantitative und qualitative Methoden sowie die globalen Research-Kapazitäten des Hauses. Im Vergleich zum Durchschnitt des Multi-Asset-Income-Investment-Universums kann der Global Income Sustainable Fund damit ein höheres ESG-Rating erzielen und weist signifikant geringere CO2-Emissionen auf – aktuell sind es 51 Prozent weniger. Die Überschneidung des nachhaltigen Income-Fonds mit dem Income-Klassiker liegt aktuell bei rund 40 Prozent, sodass sich beide Fonds sinnvoll ergänzen können.

„Viele Anleger befürchten, dass der Fokus auf Nachhaltigkeit zu Lasten der Erträge gehen könnte. Doch haben sich beispielsweise in der Coronakrise viele Nachhaltigkeitsfonds stabiler als die breiten Indizes erwiesen“, betont Jakob Tanzmeister. „Wir haben eine empirische Analyse mit realen Marktdaten durchgeführt, die belegt, dass ein ESG-Fokus historisch die Risiken von Abwärtsmärkten reduzieren konnte. Dies liegt nicht nur an den Umweltaspekten, sondern auch an einer starken Governance, also dass Unternehmen mit einer starken Kapitalbasis beispielsweise weniger Ausfälle verzeichnen müssen“, erläutert der Experte. So sei es möglich, ohne nennenswerte Ertragseinbußen den CO2-Fußabdruck zu verringern. Entscheidend ist ein aktiver Investmentansatz verbunden mit einem mittel- bis langfristigen Zeithorizont, um die Vorteile des nachhaltigen Investierens realisieren zu können.

(J.P. Morgan Asset Management)

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