Investmentfonds

Freundlicher Jahreswechsel, aber keine Euphorie

Anlagejahr 2019 überrascht mit Gewinnen auf breiter Front Notenbanken waren bislang wesentlicher Markttreiber Politik als Hauptrisikofaktor in 2020

geralt / Pixabay

Trotz geopolitischer Störfeuer und fragiler Fundamentaldaten wird das Anlagejahr 2019 in die Börsengeschichte eingehen. Alle wichtigen Assetklassen werden dieses Jahr wohl mit einer – vielfach deutlich – positiven realen Rendite abschneiden. Maßgeblichen Anteil daran haben die globalen Notenbanken, die mit aggressiven Eingriffen die Finanzmärkte aufgebläht haben. Allen voran die US-amerikanische Notenbank: Die FED hat als Reaktion auf beginnende Eintrübungssignale mit einer drastischen geldpolitischen Kurskorrektur reagiert. Aus den ursprünglich anvisierten zwei Zinserhöhungen für 2019 wurden letztendlich drei (!) Zinssenkungen. Erfahrene Börsianer erinnern sich in diesem Zusammenhang an eine ähnliche Konstellation aus den 1990er Jahren. Damals hatte die FED den Straffungszyklus abrupt gestoppt und dadurch die Aktienmarkthausse um mehrere Jahre verlängert. Eine ähnliche Entwicklung versprechen sich jetzt wieder viele Anleger, die dieses Jahr auf die Aktienmärkte gesetzt haben.

Was kommt nach dem Jahreswechsel?

Die Finanzmärkte profitieren gegenwärtig von zahlreichen positiven Faktoren, die das Investmentumfeld weiter verbessern können. Insbesondere die Einigung auf das Teilabkommen (Phase-1-Deal) in der handelspolitischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China und die klaren Mehrheitsverhältnisse im britischen Parlament, die einen vorerst geregelten BREXIT ermöglichen, könnten den Aktienmärkten zu weiteren Gewinnen verhelfen. Auch die Notenbanken leisten ihren Beitrag, mit „wohlwollenden“ Kommentaren bei den letzten Sitzungen. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass sich diese positiven Impulse im neuen Jahr wiederholen. Die Notenbanken hatten 2019 das Überraschungsmoment auf ihrer Seite. Das wird in dieser Form 2020 nicht mehr der Fall sein, und auch das konventionelle geldpolitische „Dry Powder“ ist größtenteils aufgebraucht. Zudem scheint die Deeskalation im Handelskrieg mittlerweile vollständig in den Kursen eingepreist zu sein, während 2020 neue politische Störfeuer aus den USA drohen. Dort muss sich Präsident Trump einem Amtsenthebungsverfahren stellen, während zugleich ein extrem zugespitzter Wahlkampf droht. Ungewissheiten bleiben auch nach der Großbritannien-Wahl. Nach der sehr wahrscheinlichen Ratifizierung des BREXIT-Deals haben die EU und Großbritannien nur ein Jahr lang Zeit, sich auf ein Handelsabkommen zu einigen. Sollte es hier keine Fortschritte geben, stünde erneut ein Hard-BREXIT im Raum, getreu dem Motto „nach dem BREXIT-Drama ist vor dem BREXIT-Drama“.

(FERI Gruppe)

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