Investmentfonds

Die Statistik ist ein schlechter Ratgeber

INVESTMENTKOLUMNE  JÜRGEN DUMSCHAT

Ob es tatsächlich Winston Churchill war, der gesagt hat: „Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe“, ist nicht sicher. Doch wer auch immer es war, er hatte wohl Recht, zumindest soweit es künftige Investments betrifft. Eine der wohl bekanntesten Statistiken spiegelt sich in der Jahr für Jahr erneut zitierten Börsenregel „Sell in May and go away …“. Wer dieser Regel gefolgt ist, hat in diesem Jahr bis Ende September eher Gewinne verpasst, denn der DAX hat bis August sieben Monate in Folge ein Plus gemeldet. Dass er sich dann im September mal eine Verschnaufpause gönnte, ist ganz bestimmt nicht auf die statistischen Erkenntnisse der letzten zehn Jahre zurückzuführen. Diese Erkenntnisse wären ohnehin begrenzter Natur gewesen, denn in fünf dieser zehn Jahre lieferte der DAX im September ein positives Ergebnis ab.

Das Problem ist, dass es einfach keine Statistiken gibt, die zukünftige Entwicklungen prognostizieren. Es sind vielmehr die zukünftigen Ergebnisse, welche die Statistik verändern, denn es gab in der Vergangenheit durchaus auch Zehn-Jahres-Zeiträume, in denen man mit deutschen Aktien acht- oder gar neunmal im September Geld verloren hat. Umgekehrt kann es künftig auch einige Jahre in Folge geben, in denen der DAX im September eine tolle Rendite einbringt. Wer auf Basis von Vergangenheitsergebnissen zukünftige Investitionen plant, hat seine Chancen nicht optimiert. Er könnte nämlich auch nicht investiert sein, wenn die Kurse steigen und nach einem Wiedereinstieg mit fallenden Kursen konfrontiert sein. Wer in Aktien investiert, der sollte sich vielmehr fragen, wie man in Unternehmen investieren kann, die auf Sicht von einigen Jahren die richtigen sein könnten. Investmentfonds bieten hier die Lösung. Leider kann man auch diese nur aufgrund von Vergangenheitsentwicklungen (sprich: Statistiken) beurteilen. Doch Fonds, die dauerhaft besser als die Mehrzahl ihrer Wettbewerber
sind, verdienen durchaus Vertrauen.

JÜRGEN DUMSCHAT

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