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WisdomTree: Wachstum von Defined-Outcome-Strategien in Europa prognostiziert

Anlagen mit Defined-Outcome-Strategien treten in Europa in eine neue Wachstumsphase ein: Professionelle Anleger gehen zunehmend davon aus, dass die Allokationen in diese Strategien in den nächsten fünf Jahren steigen werden

Alexis Marinof © Wisdomtree

Das geht aus einer neuen Studie von WisdomTree hervor, einem globalen Finanzinnovator und ETF-Anbieter mit einem verwalteten Vermögen (AUM) von über 175 Milliarden US-Dollar. Der Fokus der Anleger verlagert sich vom Verständnis dieser Strategien hin zu der Frage, wo sie in Portfolios eingesetzt werden können, wobei eine kräftige Nachfrage diesen Wandel forcieren dürfte.
Heute investieren 55 % der professionellen Anleger in Europa entweder in optionsbasierte börsengehandelte Fonds (ETFs) oder in Investmentfonds. Defined-Outcome-Strategien dürften ein wesentlicher Motor für die künftige Nachfrage nach optionsbasierten Strategien sein: Vier von fünf (80 %) der mit solchen Strategien vertrauten professionellen Anleger in Europa rechnen damit, dass die Allokationen in den nächsten fünf Jahren steigen werden – in Deutschland sind es 76 %.
Die vom Marktforschungsunternehmen Censuswide durchgeführte Umfrage umfasste 800 professionelle Anleger in Europa, von Wholesale-Finanzberatern über institutionelle Anleger bis hin zu Vermögensverwaltern und Family Offices. Die befragten Anleger sind für ein verwaltetes Vermögen von rund 4,3 Billionen Pfund/Euro verantwortlich.
Diese Wachstumserwartung steht vor dem Hintergrund einer rasanten Expansion in den USA, wo optionsbasierte ETFs ein AUM von rund 270 Milliarden US-Dollar erreicht haben, was einem Plus von 60 % gegenüber dem Vorjahr entspricht . Das Wachstum des US-Marktes verdeutlicht das potenzielle Ausmaß und die Entwicklung dieser Chance, während sich die Nachfrage nach optionsbasierten Strategien in Europa weiterentwickelt.
Tom May, Global CIO für Outcome and Derivative Strategies bei WisdomTree, führte aus: „Das Wachstum in den USA zeigt die enorme Dynamik, die hinter optionsbasierten ETFs steckt. Interessanterweise hat sich die Debatte dort verschoben: Anleger fragen nicht mehr, was diese Strategien sind, sondern wo sie eingesetzt werden können, welche Portfolioprobleme sie angehen und wie man sie den Endkunden erklärt. Das findet starken Anklang in Europa, wo Defined-Outcome-Strategien, die über strukturierte Wertpapiere angeboten werden, bereits seit Jahrzehnten fest etabliert sind – eine Vertrautheit, die sich in den Umfrageergebnissen widerspiegelt. Der Markt für Defined-Outcome-ETFs mag in Europa noch jung sein, die ihm zugrunde liegenden Strategien sind es jedoch nicht. Europa ist gut aufgestellt, um bedeutendes Wachstum bei Defined-Outcome-Strategien zu verzeichnen, wobei die ETF-Struktur den Zugang und die Attraktivität der Kategorie potenziell erweitern könnte.“
Vom Bewusstsein zur Anwendung
Die Studie deutet darauf hin, dass sich die Gespräche in Europa weiterentwickeln. Da fast alle Befragten (98 %) gewisse Kenntnisse über Defined-Outcome-Strategien besitzen, verlagert sich der Fokus des Marktes von der Sensibilisierung hin zum Nachweis ihrer Rolle in Portfolios.
Diese wachsende Relevanz spiegelt den Wunsch nach mehr Kontrolle über die Anlageergebnisse wider. Unter den Bereichen, in denen professionelle Anleger Defined-Outcome-Strategien als besonders geeignet ansehen, heben 30 % eine verbesserte Verhaltensdisziplin hervor, während 28 % auf eine größere Gewissheit der Ergebnisse verweisen.
Die nächste Herausforderung besteht darin, Bekanntheit in Anwendung umzuwandeln. Produktstruktur, begrenzte Verfügbarkeit, Komplexität und die Schwierigkeit, den Kunden die Strategien zu erklären, bleiben zentrale Hindernisse, sodass Information und klare Anwendungsbeispiele für Portfolios in den Mittelpunkt der nächsten Wachstumsphase des Marktes rücken.
Alexis Marinof, Europa-CEO bei WisdomTree, ergänzte: „Die Märkte entwickeln sich ständig weiter, und angesichts sich ändernder Bedingungen wünschen sich Anleger zunehmend mehr Vorhersehbarkeit bei den Ergebnissen, um die Anlageziele ihrer Kunden zu erfüllen. Das spricht stark für Defined-Outcome-Strategien, insbesondere für aktiv verwaltete Lösungen, die auf sich ändernde Bedingungen reagieren können. Auch die ETF-Struktur spielt hier eine Rolle, da sie Anlegern Zugang zu diesen Strategien mit der gewohnten Liquidität und Transparenz bietet. Wir sind uns jedoch bewusst, dass Vertrautheit allein noch nicht ausreicht, um Anwendung zu finden. Anleger teilen uns mit, dass sie mehr als nur das Produkt selbst benötigen; sie benötigen Analysen und Informationen, die eine Erklärung und Umsetzung dieser Strategien erleichtern. Die Bereitstellung dieser Informationen wird entscheidend für das Wachstum der Kategorie sein.“
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