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Öko-Investments: Vorsicht vor dubiosen Direktanlagen

Das Interesse an nachhaltigen Anlagen hat deutlich zugenommen. Das ruft mitunter auch unseriöse Anbieter auf den Plan – umso wichtiger ist eine genaue Prüfung.

Über Öko-Investments können auch dunkle Wolken ziehen

Einige Anbieter versprechen drei bis fünf Prozent Rendite jährlich etwa mit Direktanlagen in Baumplantagen, andere werben sogar mit Investments in Edelhölzer und zwöl Prozent Rendite pro Jahr. Doch hier ist eine genaue Prüfung angebracht. Solche Direktinvestments können mit einem nicht unerheblichen unternehmerischen Risiko verbunden sein, vor allem, wenn sie unreguliert sind. Vor Kapitalanlagen, die dem grauen Kapitalmarkt zuzuordnen sind, hat die Finanzaufsicht BaFin jüngst ausdrücklich gewarnt. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften hin.

Verluste für Anleger

Bei einem Direktinvestment in Sachwerte könnten Anleger fälschlicherweise davon ausgehen, dass sie im Falle einer Insolvenz als Eigentümer abgesichert sind. Doch laut BaFin scheitert der versprochene Eigentumserwerb durch die Anleger in vielen Fällen an tatsächlichen und rechtlichen Problemen. Die Vermögensgegenstände befinden sich oft im Ausland, wodurch sich der Eigentumserwerb nach ausländischem Recht richten kann. Das zeigt auch der Fall der Lignum Sachwert Edelholz AG, bei dem 3.500 Anlegern nach der Pleite des Anbieters ein Verlust von rund 70 Millionen Euro entstanden ist, die sie in Edelholzplantagen in Bulgarien investiert hatten.

Keine verlässlichen Mindeststandards

Anbieter wie Lignum Sachwert Edelholz AG sind kaum reguliert. Es fehlen verlässliche Mindeststandards. Hellhörig sollten Anleger werden, wenn hohe Renditen für Produkte versprochen werden. Denn als Faustregel gilt: Je höher die versprochene Rendite ist, desto größer ist in der Regel auch das Risiko, dass Sparer große Verluste erleiden können.
Ein nachhaltiger Vermögensaufbau mit einem überschaubaren Risiko benötigt dagegen Zeit. Anlageberater und Vermögensverwalter helfen, zusammen mit dem Anleger finanzielle Ziele und Möglichkeiten zu bestimmen und ein Anlagekonzept zu entwickeln, das zu seinem Risikoprofil passt.

Auskömmliche Renditen sind auch mit regulierten Finanzprodukten, wie z.B. Investmentfonds, möglich. Wer auf Aktien setzt, hat dabei langfris-tig die besten Chancen.
Ein Beispiel: Anleger, die 100 Euro monatlich ansparen, haben nach 20 Jahren 24.000 Euro zurückgelegt. Auf einem Tagesgeldkonto mit einer Verzinsung von 0,5 Prozent jährlich würden daraus 25.240 Euro. Anders sieht es dagegen bei einem weltweit anlegenden Aktienfonds aus.

Im Schnitt brachten diese in den zurückliegenden 20 Jahren per Stichtag 31. März 2019 eine durchschnittliche Rendite von fünf Prozent pro Jahr – und das nach Abzug der Fondskosten. Der Sparer hätte dann nach 20 Jahren ein Vermögen von 40.890 Euro angespart.

(BVI)

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