Auch die starken Micron-Zahlen geben dem Markt hierzulande kaum Halt. Der US-Speicherchiphersteller hat im vergangenen Quartal rund 38 Milliarden Dollar Gewinn nach Steuern erzielt. Eine Größenordnung, die kein deutsches Unternehmen in einem Quartal erreicht und die selbst die Jahresgewinne großer deutscher Konzerne übertrifft. Umsatz und Gewinn legten kräftig zu. An der Börse bleibt dennoch die Frage, wie lange der aktuelle Boom bei Speicherchips anhält.
Die niedriger als erwartet ausgefallene PCE-Inflation bringt ebenfalls keine breite Entlastung. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe ist inzwischen auf über 5,6 Prozent gestiegen. Ein Niveau wie dieses wurde zuletzt 2002 erreicht. Hohe Anleiherenditen und steigende Ölpreise nehmen die Märkte weiter in die Zange.
In Asien profitieren vor allem die Chipwerte von Microns Zahlen. Der Nikkei und der Kospi legen zu, der Rückenwind bleibt aber auf einzelne Technologiewerte begrenzt. Für den DAX reicht das bislang nicht. Die Abwärtsbewegung setzt sich fort.
Morning Briefing by Jürgen Molnar






























