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Aktionärszahlen 2025: Aktienanlage weiter im Aufwind

Die Beteiligung am Aktienmarkt hat 2025 weiter zugenommen. Das zeigen die Aktionärszahlen, die das Deutsche Aktieninstitut heute veröffentlicht hat

Mit 14,1 Millionen hat die Zahl der Menschen in Deutschland, die in Aktienfonds, ETFs oder Aktien investieren, ein neues Rekordniveau erreicht. Getragen wird die Entwicklung von den Jüngeren zwischen 14 und 39 Jahren, die seit 2024 die größte Anlegergruppe stellen. Die weite Verbreitung von Sparplänen, über die auch kleinere Beträge regelmäßig angelegt werden können, belegt die bewusste und langfristig ausgerichtete Anlage.

„Die Menschen in Deutschland haben erkannt, dass für gute Langfristerträge kein Weg an der Aktie vorbeiführt. Wir sehen, dass breit gestreute und kontinuierliche Investments auch mit geringerem Einkommen stattfinden. Aktienanlagen sind in der Mitte der Gesellschaft verankert“, erläutert Henriette Peucker, Geschäftsführende Vorständin des Deutschen Aktieninstituts.

Aktienfonds und ETFs bleiben dominant

2025 besaßen insgesamt 14,1 Millionen Menschen in Deutschland eine Aktienanlage, was einem Anstieg um 2 Millionen gegenüber dem Vorjahr entspricht. 9,2 Millionen Menschen entschieden sich ausschließlich für Aktienfonds oder ETFs, 2 Millionen legten sich nur Aktien einzelner Unternehmen ins Depot. Weitere 2,9 Millionen Menschen kombinierten beide Formen des Aktiensparens. In Summe hielten 12,1 Millionen Menschen in Deutschland ein Aktienfonds- oder ETF-Investment und verfügten 4,9 Millionen Menschen über Anteile einzelner Unternehmen. Somit nutzte jeder Fünfte den Aktienmarkt und hatte damit Teilhabe an den Erfolgen der Unternehmen.

Starkes Wachstum bei Jüngeren, Frauen und ostdeutschen Anlegern

Die Zahl der jüngeren Anlegerinnen und Anleger ist 2025 stark gestiegen und hat sich seit Mitte der 2010-er Jahre mehr als verdoppelt. 4,9 Millionen Menschen unter 40 besaßen Aktienfonds, ETFs oder Aktien. Das waren 1,2 Millionen mehr als im Vorjahr und über 60 Prozent des Gesamtanstiegs. Jeder Zweite unter 40 investiert über einen Sparplan regelmäßig in ETFs oder Aktienfonds.

Ebenfalls erfreulich hat sich die Zahl der Aktienanlegerinnen entwickelt. 1 Million Frauen mehr als im Vorjahr waren 2025 am Aktienmarkt investiert (plus 24 Prozent). Bei Männern war eine Zunahme um 940.000 (plus 12 Prozent) zu beobachten. Im regionalen Vergleich haben die ostdeutschen Bundesländer (mit Berlin) stärker zugelegt als die westdeutschen, was ein moderates Abflachen des West-Ost-Gefälles zur Folge hatte.

Gesellschaftlicher Rückenwind für die Aktie so stark wie nie

Wer langfristig, breit gestreut und kontinuierlich in Aktienanlagen investiert, kann durchschnittlich sechs bis neun Prozent Ertrag pro Jahr erzielen. Die inhaltliche Diversifikation schützt vor Kursschwankungen einzelner Aktien oder Branchen, während die zeitliche Streuung durch regelmäßige Investitionen die üblichen Schwankungen des Marktes glättet. Die Einhaltung dieser Grundregeln macht Aktien zu einem besonders gut geeigneten Instrument für die Altersvorsorge.

Zugleich ermöglicht ein starker Aktienmarkt Unternehmen das Finanzieren von Wachstum und Arbeitsplätzen. Das erkannte der Deutsche Bundestag mit der Verabschiedung des Standortfördergesetzes im Dezember 2025 an. Auch die Europäische Kommission sieht Aktienanlagen als Schlüssel zu Wohlstand und Souveränität. Sie forderte im September 2025 alle EU-Mitgliedsstaaten dazu auf, steuerlich geförderte Anlagesparkonten einzuführen, um so das Aktiensparen zu erleichtern.

„Der gesellschaftliche Rückenwind für die Aktie ist so stark wie nie. Die geplante Frühstart-Rente kann in Verbindung mit einem Altersvorsorgedepot langfristig zu einem Erfolg werden. Ein steuerlich gefördertes Anlagesparkonto, wie von der EU-Kommission angeregt, wäre ebenso hilfreich. Wir plädieren dafür, Aktien auch in Deutschland zusätzlich in allen drei Säulen der Altersvorsorge stärker zu nutzen. Für all diese Herausforderungen finden sich international erfolgreiche Lösungen. Die Tür steht für den Gesetzgeber weit offen“, betont Peucker.

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