Mit Thorsten Schrieber hat ACATIS einen erfahrenen Manager an die Spitze geholt, der die nächste Wachstumsphase des Frankfurter Investmenthauses aktiv mitgestalten will. Im Interview spricht er über die Zukunft von ACATIS, Aussichten zur Altersvorsorge und die nächste Entwicklungsstufe der Fondsboutique
Herr Schrieber, nach fast zwei Jahrzehnten bei DJE hätten viele erwartet, dass Sie dort Ihre Karriere beenden. Warum haben Sie sich für ACATIS entschieden?
THORSTEN SCHRIEBER: ACATIS und DJE verbindet mehr, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Beide Häuser sind wertorientiert, denken langfristig und stellen die Kundeninteressen in den Mittelpunkt. Was mich besonders gereizt hat, war die Möglichkeit, die nächste Entwicklungsphase eines hoch angesehenen Investmenthauses aktiv mitzugestalten.
ACATIS verfügt über eine außergewöhnlich starke Investmentkultur, eine hohe Stilkonsistenz im Rahmen einer leistungsstarken Fondspalette, etwa mit einem Klassiker wie dem ACATIS Aktien Global (DE0009781740), der schon viele Krisen gemeistert hat und nächstes Jahr 30 Jahre alt wird – und natürlich mit Dr. Hendrik Leber über eine der prägendsten Persönlichkeiten der deutschen Fondsbranche, insbesondere im Value Investing. Gleichzeitig sehe ich noch erhebliches Potenzial bei Vertrieb, Markenpräsenz und institutionellen Kunden. Genau dort liegen meine Schwerpunkte. Hier packe ich an.
Stichwort „anpacken“. Wollen Sie bei ACATIS sozusagen alles auf den Kopf stellen?
THORSTEN SCHRIEBER: Nein. Gemeinsames Ziel ist ausdrücklich nicht, alles umzuwälzen. ACATIS ist erfolgreich und besitzt einen sehr klaren Markenkern. Ich sehe meine Aufgabe vielmehr darin, vorhandene Stärken weiter auszubauen. Wir möchten unsere Vertriebspräsenz erweitern, das institutionelle Geschäft ausbauen und die Marke auch in Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien noch stärker sichtbar machen. ACATIS ist für mich wie ein Diamant, dem an einigen Stellen noch der Feinschliff fehlt.
Dazu gehört auch, die hohe Expertise im Fondsmanagement stärker nach außen zu tragen – und die nächste Generation unserer versierten Investmentexperten noch sichtbarer zu machen.
ACATIS wird stark mit Value Investing und Künstlicher Intelligenz verbunden. Wo sehen Sie das größte Zukunftspotenzial?
THORSTEN SCHRIEBER: Die Konsequenz, mit der hier Value Investing gelebt wird, ist außergewöhnlich. Gleichzeitig hat ACATIS früh begonnen, Künstliche Intelligenz für Investmentprozesse einzusetzen.
Besonders spannend finde ich aber die Kombination aus bewährter Investmentphilosophie, technologischer Innovationskraft und der Fähigkeit, gesellschaftliche Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen. Genau daraus entstehen neue Wachstumsfelder.
Mit dem Altersvorsorgedepot hat ACATIS zuletzt ein politisch und gesellschaftlich relevantes Zukunftsthema besetzt. Welche Bedeutung hat das jetzt im „heißen Altersvorsorgeherbst“ für die weitere Entwicklung des Hauses?
THORSTEN SCHRIEBER: Das Altersvorsorgedepot ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie ACATIS über das klassische Fondsmanagement hinausdenkt.
Dr. Hendrik Leber hat die Diskussion um ein modernes kapitalgedecktes Altersvorsorgesystem bereits früh angestoßen, aktiv begleitet und mit der Plattform www. altersvorsorgedepot.de proaktiv Impulse in die laufende gesellschaftliche Debatte eingebracht. Wir werden zusehends von Sparern zu Investierenden. Mit mehr Sinn für Rendite.
Für mich steht fest: Die private und kapitalmarktgestützte Altersvorsorge wird in Deutschland massiv an Fans und damit Bedeutung gewinnen.
ACATIS hat sich darauf frühzeitig vorbereitet. Mit dem ACATIS Altersvorsorgedepot UCITS ETF (DE000A428XC1) verfügen wir bereits heute über einen aktiven ETF, der genau auf diese langfristige Vermögensbildung ausgerichtet ist. Für mich zeigt das exemplarisch, was ACATIS auszeichnet: Das Haus reagiert nicht nur auf Entwicklungen, sondern stößt sie an und gestaltet sie aktiv mit.
Vielen Dank für das Gespräch.































