Sonderfaktoren dürften das Ergebnis nach unten verzerren. Dennoch sind die Daten ein Rücksetzer für die Konjunkturerwartungen und stützen die These, dass der US-Konsum 2026 mit starkem Gegenwind konfrontiert ist. Für die FED verstärkt sich vor ihrer kommenden Sitzung der Zielkonflikt zwischen schwachen Arbeitsmarktdaten und gestiegenen Inflationsrisiken, meint Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz.
Laut offiziellem Arbeitsmarktbericht sank die Beschäftigung in den USA im Februar überraschend um 92.000 Stellen. Die Beschäftigungsentwicklung der Vormonate wurde zudem um 69.000 Stellen nach unten revidiert. Im Technologiebereich setzte sich der Abwärtstrend der Vormonate fort (-11.000). Auch im öffentlichen Sektor, in der Industrie und in der Bauwirtschaft wurden Stellen gestrichen. Hier dürfte die ungewöhnlich schwierige Witterung eine Rolle gespielt haben. Bedingt durch einen Streik bei Arztpraxen verlor auch der Gesundheitssektor, der in den vergangenen Monaten als verlässlicher Jobmotor fungierte, erstmals deutlich Stellen (-28.000). Da gleichzeitig die Erwerbsquote überraschend deutlich sank, veränderte sich die Arbeitslosenquote dennoch kaum und liegt weiterhin bei 4,4%. Auch die Lohndynamik blieb mit einem Plus von 0,4% nahezu konstant.
































