Für die Eurozone ist Maslowski vorsichtig optimistisch: „Die jüngsten Daten zeigen, dass sich das Wachstum in Europa auf tiefem Niveau stabilisiert. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone war im Oktober stabil, ebenso wie der vielbeachtete Ifo-Index für Deutschland, der die Stimmung der Unternehmen widerspiegelt.“ Mit Blick auf die Europäische Zentralbank gibt er jedoch zu bedenken: „Diese durchaus soliden Zahlen, die darauf hindeuten, dass das Wachstum im vierten Quartal ähnlich hoch sein dürfte wie im dritten, reichen der EZB anscheinend noch nicht, denn sie betreibt weiter ihre sehr lockere Geldpolitik, auch bekannt als Quantitative Easing.“
Die Geldpolitik sowie das derzeitige Niedrigzinsumfeld begünstigen laut Maslowski Wachstumsaktien im Vergleich zu Substanzwerten. Diese Meinung spiegelt sich auch in seinem Aktienfonds wider, den er derzeit defensiv positioniert. Insbesondere bei zyklischen Werten ist er untergewichtet, etwa bei Rohstoffen und Finanztiteln. Banken sind im Fonds überhaupt nicht vertreten. Dagegen ist er bei IT, Telekommunikation und Medienwerten übergewichtet. Maslowski erklärt: „Ich bevorzuge Mittelständler, vor allem die sogenannten Hidden Champions, die noch deutlich mehr Kurspotenzial haben als die Large Caps. Dazu zählen Freenet, Sixt, Zooplus und Takkt. Entsprechend habe ich die Großkonzerne wie Siemens, BASF, Allianz und SAP untergewichtet.“
Generell konzentriert sich Maslowski stärker auf unternehmensspezifische Zahlenveröffentlichungen als auf Konjunkturdaten. Er meint: „Trotz der insgesamt positiven Wirtschaftszahlen haben wir in den letzten Monaten stark divergierende Ergebnisse in den unterschiedlichen Branchen gesehen. Banken und Versicherungen sowie rohstoffnahe Branchen lieferten enttäuschende Quartalszahlen, während Technologie, Gesundheit und Telekommunikation gute Ergebnisse zeigten und die Erwartungen übertreffen konnten.“ Auch den VW-Skandal hat der Experte im Auge: „Dieser ist ein zusätzlicher Belastungsfaktor für das Gewinnwachstum des deutschen Gesamtmarktes. Der Gewinnbeitrag von VW am DAX lag letztes Jahr bei immerhin rund 10 Prozent.“































