Die Stadt im US-Bundesstaat Nevada nennt sich selbst nicht umsonst die Unterhaltungshauptstadt der Welt, und der Ruf der Sin City lockt jährlich Tausende von Besuchern in die Wüstenstadt. Zahlreiche Besucher kommen aus aller Welt, um Las Vegas zu besuchen. Anfang des Jahres schien die Stadt noch auf einem Höhenflug, doch in diesem Sommer ging es abwärts, was viele Investoren nervös macht. Es gibt viele Theorien, die beschreiben, weshalb es den Casinos gerade in der Touristen-Hochsaison nicht so gut geht, wie erwartet. Eine dieser Theorien ist die Konkurrenz, die durch Online-Casinos entstanden ist. Was kann eine solche Tiefphase für die Casinobranche und für die Stadt Las Vegas bedeuten?
Aktien von MGM Resorts International und Caesars Entertainment fallen
Den großen Casinobetreibern geht es derzeit nicht so gut wie sonst üblich. Die Aktien von MGM Resorts International, einem Unternehmen, das große Spielcasinos und Hotels betreibt, fielen auf den größten Tiefstand seit 52 Wochen, schreibt die Website Las Vegas Review-Journal. Die Erträge und Umsätze der Firma erfüllten die Erwartungen vieler Analysten nicht.
Auch die Zahlen bei Caesars Entertainment entsprechen nicht den Erwartungen vieler. Die Aktien fielen am 1. August um bis zu 24 %, berichtet CNN Money. Das Unternehmen verzeichnete früh am Tag allgemein starke Ergebnisse, heißt es. Es habe sich von einem großen Verlust im vergangenen Jahr erholt, um einen knappen Gewinn zu melden. Doch während eines Gesprächs am Mittag mit Analysten erwähnte CFO Eric Hession, dass das Unternehmen wegen schwacher Buchungen entlang des Las Vegas-Strips unter Druck stehe und warnte davor, dass die Einnahmen pro Zimmer im dritten Quartal im Wesentlichen niedrig sein würden, so CNN. Daraufhin hätten die Aktien von Caesars (CZR) und anderen Casinos wie Wynn Resorts (Wynn) und Penn National Gaming (Penn) an Halt verloren.
Sind Online-Casinos der Grund für die niedrigen Einnahmen?
Online-Spielbanken bieten im Wesentlichen das Gleiche an wie die Spielbanken in Las Vegas, Macau und Monte Carlo – nur findet hier alles im Internet statt. Schon allein dadurch haben sie einen Vorteil: Besucher der Websites können jederzeit in einem Online-Casino spielen, ohne dafür eine teure Reise oder eine Fahrt zur nächsten Spielbank planen zu müssen, ohne sich an Kleidungsvorschriften zu halten und sogar ohne dafür das Haus zu verlassen. Sie können außerdem an der Bushaltestelle, im Zug oder überall dort, wo eine Internetverbindung besteht, spielen. Oft besteht zudem die Möglichkeit, die Software herunterzuladen und es sind hochwertige Apps verfügbar. Es werden virtuelle Automatenspiele, die über einen Zufallszahlengenerator verfügen, traditionelle Casinospiele wie Roulette und Baccarat und auch live Spiele, die aus einen professionellen Studio ausgestrahlt werden, angeboten. Oft werden Gratis-Spielrunden oder Bonusgeld zur Verfügung gestellt, um neue Kunden zu werben. Aus all diesen Gründen vertreten einige Experten die Meinung, dass die Zukunft vermehrt den Online-Casinos gehört.
Die niedrigen Aktienkurse von MGM Resorts International und Caesars Entertainment, die wohl auf leere Hotelzimmer in der Stadt der Unterhaltung zurückzuführen sind, könnten darauf hindeuten. Wie die Zukunft aussieht und ob sich die Branche nach dem Sommer wieder erholen kann, bleibt abzuwarten.
































