Wirtschaft

Kostenfalle Girokonto: So zahlen Filialkunden durchschnittlich nur halb so viel Gebühren

Mit der Ankündigung, die Gebühren beim Girokonto ab Oktober um bis zu ein Drittel zu erhöhen, sorgte die Hamburger Sparkasse im Juli bundesweit für Schlagzeilen.

Klassische Modelle kosten oft am meisten

Der Finanztip-Vergleich zeigt: Wer sein Konto aktiv nutzt, fährt mit den klassischen Modellen oft am schlechtesten. „Bei klassischen Kontomodellen berechnen viele Banken jede Leistung einzeln. Das kommt Verbraucher oft teurer als pauschale Angebote, die viele Leistungen inkludiert haben“, erklärt die Finanztip-Expertin. Beim Wechsel vom klassischen Kontomodell auf das Pauschalmodell der Bank können Verbraucher im Finanztip-Vergleich ihre Gebühren um durchschnittlich 26 Prozent senken. In nur einem Fall war das Pauschalmodell teurer.

Das größte Sparpotenzial ergibt sich jedoch, wenn Kunden das Online-Kontomodell der jeweiligen Bank wählen. Falls die Bank ein solches Modell nicht explizit anbietet, sollten Kunden alle ihre Bankgeschäfte über den heimischen Computer erledigen. „Überweisungen per Telefon und beleghafte Überweisungen sind absolute Kostentreiber. Wer darauf verzichtet, kann seine Gebühren deutlich reduzieren“, sagt Josefine Lietzau. „In unserer Vergleichsrechnung konnten wir durch Online-Banking die Gebühren für das Girokonto im Durchschnitt um 50 Prozent senken. In einem Fall fielen sogar gar keine Gebühren mehr an.“

Leistungen und Gebühren genau prüfen

Wer also den Bankwechsel scheut, sollte die Konditionen seines Kontos genau kontrollieren. „Insbesondere wenn Post mit einer Gebührenerhöhung ins Haus flattert, sollten Verbraucher Leistungen und Gebühren unbedingt kritisch überprüfen“, betont Lietzau. Falls die Preis- und Leistungsverzeichnisse der Bank zu kompliziert gestaltet sind oder das eigene Nutzungsverhalten nur schwer einschätzbar ist, empfiehlt die Expertin das direkte Gespräch mit der Bank. „Der Berater hat Zugriff auf alle persönlichen Daten und kann das passende Konto für den Kunden leicht heraussuchen.“

Marcus Drost
Finanztip Verbraucherinformation gemeinnützige GmbH
Telefon: 030 / 220 56 09 – 80
http://www.finanztip.de/presse/

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