Versicherungen

Für die Besten. Nur das Beste.

„Mein Geld“ im Gespräch mit Natalie Avi-Tal, Leiterin Corporate Health Solutions bei der Allianz Private Krankenversicherungs-AG, zur betrieblichen Krankenversicherung im Markt und zu den Neuerungen bei der Allianz

Sie sind Marktführer im bKV-Geschäft. Können Sie uns erklären, warum die Durchdringung des Geschäftes immer noch bei ca. nur zehn Prozent liegt?

NATALIE AVI-TAL: Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) ist ein junger Markt, der beständig wächst. Die ersten Konzepte, wie wir sie heute kennen, wurden 2012 eingeführt. Wir bei der Allianz haben die bKV zu unserem dritten Standbein neben der privaten Vollversicherung und den privaten Krankenzusatzpolicen aufgebaut und das Neugeschäft jedes Jahr kontinuierlich steigern können. Auch in diesem Jahr wachsen wir weiter. Ausschlaggebend für den Erfolg einer bKV ist ein Gesamtpaket, also eine stimmige Strategie für ein Benefits-Konzept, das alle wichtigen Komponenten mit einbezieht und individuell auf das Unternehmen und seine Mitarbeitenden zugeschnitten ist. Denn wir wissen: 63 Prozent der Arbeitnehmenden würden das Angebot einer bKV seitens ihres Arbeitgebers begrüßen – und unsere Aufgabe und die Aufgabe unserer Vermittler ist es, die Unternehmen entsprechend zu beraten.

Über drei Millionen Unternehmer in Deutschland haben weniger als zehn Mitarbeiter und über 300 000 Unternehmer mehr als zehn Mitarbeiter. Wie muss man auf so eine Tatsache reagieren als Versicherer?

NATALIE AVI-TAL: Unternehmen haben – wie auch Privatpersonen – unterschiedliche Bedarfe und Schwerpunkte. Und das hängt nicht allein von der Größe ab, sondern auch von der Branche, der Region etc. Und für alle Unternehmen sind drei Punkte wichtig: Flexibilität und individuelle (Produkt-)Gestaltung, einfache Verwaltung und Erlebbarkeit für die Mitarbeitenden. Denn es geht bei der bKV darum, eine Lösung zu finden, die genau zu der Situation des jeweiligen Betriebes passt. Deshalb bieten wir seit April 2025 ein neues bKV-Gesamtkonzept an, das den Arbeitgebern maximale Freiheit bei der Gestaltung ihres Gesundheitspakets für die Mitarbeiter gibt. Diese Punke haben wir mit unserer neuen bKV „Für die Besten. Nur das Beste.“ noch weiter verbessert. Und – auch ganz wichtig: Für Kleinunternehmen machen wir die bKV jetzt noch viel  einfacher. Es gibt nicht mehr vorgefertigte Pakete, sondern auch hier bieten wir das ganze Portfolio an.

Welche Vorteile und Nachteile haben Budgettarife?

NATALIE AVI-TAL: Die Vorteile liegen auf der Hand. Zum einen bieten Budgettarife eine sehr hohe Flexibilität. Sie ermöglichen es Mitarbeitenden, aus einem Pool von Gesundheitsleistungen die zu wählen, die ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen. Dies kann von Vorsorgeuntersuchungen über Sehhilfen bis hin zu alternativen Heilmethoden reichen. Für den Arbeitgeber liegt der Vorteil in der Kostenkontrolle: Unternehmen können die Kosten für die bKV sehr einfach steuern, da sie ein festes Budget pro Mitarbeiter festlegen. Dies erleichtert die Planung und Kalkulation der Gesundheitsausgaben. Eine Schwachstelle der Budgettarife sind die unterschiedlichen Bedürfnisse  zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitenden. So legen Arbeitgeber zum Beispiel viel Wert auf Vorsorgemaßnahmen, während Mitarbeitende ihr Budget gegebenenfalls lieber für eine Sehhilfe ausschöpfen.

Wie kann man das Beste aus beiden Welten, also Absicherung und ein freies Budget, zusammenbringen?

NATALIE AVI-TAL: Die neuen Tarife der APKV zielen darauf ab, sich dieser Herausforderung zu stellen, indem sie neben dem Budget-Baustein „MeineGesundheit“, der alle wichtigen Leistungen umfasst, noch Zusatz-Optionen für Sehhilfen und Zahn außerhalb des Budgets bieten. Damit steht das Budget für das zur Verfügung, was im Bereich Vorsorge und Versorgung wirklich zählt. Und die Zusatz-Optionen sorgen dafür, dass erlebbare Leistungen für Sehhilfe und Zahn genutzt werden können und gleichzeitig das Grund-Budget nicht belasten.

Und so funktioniert die neue bKV der Allianz: Zunächst legen Arbeitgeber fest, wie hoch das Budget ist, das sie pro Jahr und Mitarbeitendem für Gesundheitsleistungen zur Verfügung stellen. Im nächsten Schritt entscheiden sie sich für eine von drei Absicherungsniveaus im Bereich Sehhilfen – innerhalb des Budgets oder aus einem Extratopf. Ähnlich legen Unternehmen im dritten Schritt die Absicherung ihrer Belegschaft im Zahnbereich fest: Zahnleistungen werden entweder zu 100 Prozent (inklusive GKV-Leistungen) innerhalb des Budgets erstattet – oder können alternativ über einen separaten, ergänzenden Extratopf abgedeckt werden.

Eine neue Tarif-Konstellation ist nicht alles, was haben Sie Neues im Portfolio und warum?

NATALIE AVI-TAL: Neben den Wahlmöglichkeiten bei Sehhilfe und Zahn hat die APKV auch den Umfang der neuen Budgettarife sowie die Gesundheitsservices erweitert. Darüber hinaus gibt es jetzt die Verdoppelung des Budgets bei Leistungsfreiheit. Versicherte profitieren von ihrem bKV-Budget sogar, wenn sie es nicht in Anspruch nehmen: Reichen sie ein ganzes Kalenderjahr keine Leistungen ein, verdoppelt sich im Jahr darauf ihr vereinbartes Jahresbudget. Dieses Extra lässt sich auch gezielt einsetzen, um für das Folgejahr geplante, teure Gesundheitsleistungen zu finanzieren, beispielsweise einen umfangreichen Gesundheitscheck. Eingeschlossen ist auch eine Innovationsgarantie: Künftige neue, innovative Behandlungsmethoden sind bei medizinischer Notwendigkeit direkt mitversichert.

Alle neuen bKV-Angebote enthalten die gewohnt umfangreichen medizinischen Assistance-Services für die Mitarbeitenden und deren Familienangehörigen. Als neuer Service kommt ein telefonisches Coaching hinzu, das Mitarbeitende bei psychischer Belastung unterstützt, zum Beispiel bei beruflichem Stress oder privaten Problemen.

Was ist für die Allianz die Vision zum Thema bKV-Geschäft?

NATALIE AVI-TAL: Die Vision der Allianz sieht die bKV – ähnlich wie die betriebliche Altersversorgung – als einen festen und selbstverständlichen Teil der betrieblichen Vorsorge an. Betriebliche Versorgung, betriebliche Arbeitskraftsicherung und betriebliche Krankenversicherung sind dabei eng verzahnt und individuell auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und Arbeitgeber ausgerichtet.

Außerdem glauben wir daran, dass Einfachheit ein entscheidender Erfolgsfaktor ist. Insofern wäre auch ein eigener Durchführungsweg steuerlich gesehen für die bKV ein guter Schritt in die richtige Richtung, um Arbeitgeber zu unterstützen.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

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