Investmentfonds

Der Jupiter-ETF nutzt bewusst Freiräume zur Abweichung von der Benchmark

Der Markt für aktive ETFs entwickelt sich dynamisch und gewinnt zunehmend an Relevanz, sowohl bei Investoren als auch auf Anbieterseite. Während passive Produkte im ETF-Bereich bislang dominierten, steigt nun das Interesse an flexibleren, aktiv gemanagten Strategien. Insbesondere in einem herausfordernden Marktumfeld können solche Fonds durch gezielte Benchmark-Abweichungen einen Mehrwert für Anleger bieten. Ein Beispiel dafür ist der Jupiter Global Government Bond Active ETF, der mit einem breiten Handlungsspielraum, globalem Ansatz und erfahrenem Management einer der innovativen aktiven ETFs im Rentenbereich ist. Mein Geld im Gespräch mit FondsConsult-Analystin Barbara Claus

Was verbirgt sich hinter FondsConsult?

BARBARA CLAUS: FondsConsult Research GmbH ist ein unabhängiges, inhabergeführtes Beratungs- und Analysehaus mit Sitz in München. Das Unternehmen verfügt über mehr als 30 Jahre Expertise in der Auswahl von Investmentprodukten. Seit der Gründung im Jahr 1993 bietet FondsConsult objektive Beratung bei der Auswahl von Investmentfonds und Asset Managern.

Welche Leistungen bieten Sie an und woher nehmen Sie Ihre Quellen?

BARBARA CLAUS: FondsConsult konzentriert sich auf Fonds-/Managerauswahl und das dazugehörige Monitoring für verschiedene institutionelle Investoren wie Banken, Versicherungen oder Sparkassen. Dazu gehören die quantitative und qualitative Bewertung von Investmentprodukten, die Auswahl geeigneter Asset Manager sowie regelmäßige Studien zu aktuellen Investmentthemen. Im Fokus der Analysen stehen Publikumsfonds, aktive und passive ETFs, ELTIFs und Immobilienfonds. Neben den klassischen Selektionsdienstleistungen durch ein erfahrenes Analystenteam bietet FondsConsult eine eigene Online-Plattform mit Fondsinformationen und Auswertungsmöglichkeiten mittels Künstlicher Intelligenz.

Warum ist es für eine Fondsgesellschaft wichtig, analytische Daten zu haben?

BARBARA CLAUS: Qualitativ hochwertige und aktuelle Fondsdaten bilden die Grundlage unserer täglichen Arbeit und stellen einen wichtigen Wettbewerbsvorteil für unser Haus dar. Neben den Daten, die uns die Fondsgesellschaften auf Anfrage zur Verfügung stellen, ist es für uns unerlässlich, auch auf Daten unabhängiger, externer Anbieter zugreifen zu können. Damit stellen wir sicher, dass die Daten für alle Fonds  den gleichen Qualitätsstandards unterliegen. Die Daten bilden die Ausgangsbasis für unsere quantitative Bewertung sowie für Kundenanalysen oder Studien.

Wie schätzen Sie den aktiven ETF-Markt ein und was sind die größten Trends?

BARBARA CLAUS: Das in ETFs investierte Vermögen in Europa beträgt derzeit bereits rund 2,2 Billionen Euro. Aktive ETFs machen mit einem Volumen von rund 55 Milliarden Euro davon zwar noch einen kleinen Teil aus, in den letzten Jahren ist der Markt für aktive ETFs jedoch stark gewachsen, sowohl hinsichtlich des investierten Volumens als auch auf Anbieter- und Produktebene. Ein Trend, den wir derzeit beobachten, ist der zu mehr Aktivität: Während zunächst eher sehr indexnahe Produkte aufgelegt wurden, die oft als „Enhanced“-Strategien bezeichnet werden, kommen nun immer mehr Produkte auf den Markt, die deutlich aktiver investieren. Ein weiterer Trend ist die Erweiterung des Anlagespektrums. Ähnlich wie bei den passiven Produkten kommen immer mehr aktiv gemanagte ETFs zu bestimmten Anlagethemen auf den Markt.

Was ist das Besondere an dem aktiven ETF von Jupiter und wie unterscheidet er sich von seinen Mitbewerbern?

BARBARA CLAUS: Der Jupiter Global Government Bond Active weist im Vergleich zu seinen ETF-Konkurrenten einige Besonderheiten auf. Zum einen verfolgt er eine aktive Strategie, die dem Fondsmanagement genügend Freiraum lässt, um von der Benchmark, dem Bloomberg Global Aggregate Treasuries US-Dollar Hedged Index, abzuweichen. So kann beispielsweise die Duration drei Jahre kürzer oder länger sein als in der Benchmark. Darüber hinaus können gezielt Marktchancen außerhalb der Benchmark genutzt werden, zum Beispiel durch Anlagen in Währungen außerhalb der Fondswährung US-Dollar oder bis zu 30 Prozent in High Yield Bonds. Eine weitere Besonderheit ist, dass bei Jupiter Staatsanleihen aus Industrie- und Schwellenländern vom selben Team abgedeckt werden, sodass der ETF die besten Chancen aus beiden Welten nutzen kann.

Ist dieser aktive ETF die richtige Antwort für den aktuellen Markt?

BARBARA CLAUS: Auch wenn ich keine Markteinschätzung abgeben kann, bin ich der Meinung, dass in den aktuell sehr turbulenten Märkten aktive Strategien bei Anleihen im Vorteil sind. Zum einen, weil sie in der Lage sind, Risiken besser abzufedern, beispielsweise Zinsänderungsrisiken durch eine kürzere Duration oder eine breitere Diversifikation auf Emittenten- oder Währungsebene, zum anderen, weil eine aktive Strategie dem Fondsmanagement die Möglichkeit gibt, Opportunitäten an den Märkten zu nutzen. Um eine aktive Strategie adäquat umsetzen zu können, bedarf es auch entsprechender Ressourcen. Im Falle von Jupiter ist das Team um Fondsmanager Vikram Aggarwal breit aufgestellt. Zudem verfügt der Fondsmanager bereits über langjährige Erfahrung in der Verwaltung globaler Anleihenportfolios.

Vielen Dank für das Gespräch.

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