Doch um dieses Leben später auch führen zu können, müssen gewissen Vorkehrungsmaßnahmen getroffen werden. 38 Prozent der Befragten sparen regelmäßig für eine Versorgung im Alter, neben der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Grund für diese geringe Zahl ist die Überforderung der 17- bis 27-Jährigen bezüglich grundlegender Fragen der Altersvorsorge, ebenso wird die Informationslage schlecht eingeschätzt. Vor allem sollte ein Augenmerk auf junge Frauen gelegt werden, da die Gefahr der Altersarmut für diese Gruppe erhöht ist. Das absehbare abfallende Rentenniveau wird auch durch zusätzliche Sparmaßnahmen nicht gepuffert werden, was bei den Rentenreformen nur wenig Ansprache findet. Aus der Studie geht hervor, dass der jungen deutschen Generation wohl bewusst ist, dass sie sich nicht nur mit dem Thema der Altersvorsorge auseinandersetzten müssen, sondern auch handeln müssen. Der Trend geht zu „sozial engagierten“ (84 Prozent) und „planerisch-rationalen Lebenshaltung“ (83 Prozent). Daraus ergibt sich, dass 55 Prozent der Studienteilnehmer regelmäßig etwas auf die hohe Kante legen und weitere 30 Prozent immerhin unregelmäßig. Die Altersarmut wird thematisch nicht unterschätzt, 89 Prozent der Befragten sehen die Notwendigkeit einer zusätzlichen Vorsorge. Jedoch ist die Unsicherheit sehr groß wie sie dies betreiben können. 63 Prozent der befragten 17- bis 27-Jährigen haben das aktive Sparziel der Altersabsicherung. Doch das fällt vielen schwer, andere Ziele werden verfolgt wie Studium oder Ausbildung oder aber auch Urlaub und Reisen reihen sich ein. Die Kenntnisse über Themen wie „Riester-Rente“ und „betriebliche Altersvorsorge“ sind in der jungen Generation nicht ausreichend gefestigt, da sich nur 38 Prozent der Studienteilnehmer zutrauen diese Begriffe zu erklären. Die Autoreneinschätzung sieht die Ursache bei der schwachen schulischen Bildung.
Erstes Gehalt für die Rente?
Im Auftrag des Versorgungswerks MetallRente wurde eine Umfrage von TNS Infratest durchgeführt, an welcher 2.500 Jugendliche und Erwachsene teilnahmen, bezüglich ihres Sparverhaltens und ihren Zukunftsvisionen. Der Grundtenor ist zuversichtlich, auch wenn die Wirtschaftsaussichten von den 17- bis 27-Jährigen eher misstrauisch betrachtet werden, die Angst in die Arbeitslosigkeit zu rutschen ist nicht besonders hoch. Ganze 91 Prozent sind überzeugt berufliche Erfolge zu erzielen und 95 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen keinen Zweifel in zehn bis fünfzehn Jahren einen guten Lebensstandard zu haben.