"Verschlingt „Künstliche Intelligenz“ wirklich die Software?"
An der Börse gibt es dieses alte Bonmot: Software-Unternehmen „essen die Welt“, weil ihre Ökosysteme mit jeder neuen Anwendung stärker werden. Nvidia-CEO Jensen Huang hat die These weitergedreht: „Künstliche Intelligenz verschlingt die Software.“
Schaut man auf die Kursentwicklung, scheint der Markt ihm recht zu geben: US-Halbleiteraktien legten in den letzten zwei Jahren rund +140% zu, während Softwarewerte nur etwa +15% erreichten. Doch Kursverläufe zeigen vor allem eins: wo Anleger heute die Zukunft vermuten.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob KI Programmierer ersetzt, sondern: Ersetzt KI ganze Plattformen und Ökosysteme – oder verändert sie vor allem, wie Software entsteht? Anders gesagt: Verschiebt sich der größte Wert dauerhaft zu Chips und Rechenleistung? Oder liegen die Chancen aus Investorensicht gerade bei jenen Softwareunternehmen, die der Markt derzeit (zu Unrecht?) links liegen lässt?“































