Versicherungen

Einkommensabsicherung: Zurich plädiert für PPP

Eine neue Untersuchung der Zurich Versicherung "Lücken der Einkommensabsicherung - Einblicke und Lösungen" belegt, dass die Lücken in der Einkommensabsicherung weiter wachsen können.

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Eine neue Untersuchung der Zurich Versicherung „Lücken der Einkommensabsicherung – Einblicke und Lösungen“ belegt, dass die Lücken in der Einkommensabsicherung weiter wachsen können.

 

Die Studie rät zu einem entscheidenden Lösungsansatz: Öffentliche und private Partnerschaften (Public-private-Partnership) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen – um finanzielle Lasten gemeinsam zu tragen und Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen.

Lösungen zur Einkommensabsicherung werden dringend benötigt

„Die Einkommensabsicherung stellt die Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Wir alle müssen handeln, um die gefundenen Lösungen zu fördern und umzusetzen,“ sagt Marcus Nagel, Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe Deutschland.

Die deutsche Bevölkerung wird indes immer älter; 21 Prozent der Bevölkerung ist über 65 Jahre alt und das Medianalter liegt bei 47. Die alternde Bevölkerung und der wachsende Anteil an Erwerbsunfähigen sorgen auch in Deutschland für immer mehr Lücken in der Einkommensabsicherung.

Entwicklungen, die sich in Folge von Überalterung ergeben, erfordern politische Antworten auf sozialer und arbeitsrechtlicher Ebene. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierungen in den Industriestaaten angesichts steigender Kosten einer alternden Bevölkerung in der Regel weniger Geld für Sozialleistungen ausgeben.

Zwar können die steigende Lebenserwartung und die damit verbundene Verlängerung der Lebensarbeitszeit für mehr finanzielle Sicherheit sorgen, allerdings steigt bei einer Ausdehnung des Berufslebens auch das Risiko einer Arbeitsunfähigkeit. Chronische Krankheiten, Verletzungen oder andere Umstände können die Verdienstmöglichkeiten von Erwerbstätigen einschränken oder gar verhindern.

Zentrale Handlungsempfehlungen der Untersuchung

Wichtigstes Ziel dabei: Ein ausgewogenes Verhältnis zu finden zwischen den vom Staat, den Arbeitgebern, den Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen übernommenen Pflichten beim Schutz der Haushaltseinkommen. „Bei der Einkommensabsicherung müssen die Chancen der Digitalisierung intelligent genutzt werden“, so Nagel. „Sie kann dabei helfen digitale Methoden zu entwickeln, um die Bevölkerung regelmäßig auf die Thematik der Einkommensabsicherung aufmerksam zu machen und Interesse sowie Bewusstsein zu fördern.“

„Außerdem muss die finanzbezogene Bildung im Mittelpunkt der Aufklärung stehen“, so Nagel weiter. Die Wahrnehmung der Kosten stellt hier eine Hemmschwelle dar – die meisten Menschen sind der Meinung, die Kosten des Einkommensschutzes seien viel höher als sie es wohl tatsächlich sind.

„Daher ist es sinnvoll und notwendig Bildungsmaßnahmen auf die Anforderungen verschiedener demografischer Gruppen abzustimmen“, fordert Nagel. Auch das Potenzial von IT-Plattformen darf nicht unterschätzt werden, um berufs- und länderübergreifende Mobilität zu schaffen. Nicht zuletzt sollte ein allgemeingültiger Ansatz für den Renteneintritt vermieden werden.

„Eine wichtige Funktion in der Diskussion um die Einkommensabsicherung kommt Vertretern, Maklern, Banken und Beratern für Mitarbeiter-Vorsorge zu. Sie dienen nicht einfach als Brücke zwischen Angebot und Nachfrage, sondern müssen einerseits Kunden beraten und schulen, sowie andererseits den Versicherungsgesellschaften Rückmeldungen über Markt- und Kundenbedürfnisse liefern“, erläutert Marcus Nagel.   (Zurich)

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