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Zusammenarbeit in Europa

Europäische Hochzinsanleihen in Mischportfolios

Investmentfonds

Angesichts hoher Bewertungen und möglicher exogener Schocks hat die Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle Investments ihr Engagement in europäischen Hochzinsanleihen innerhalb gemischter Portfolios zurückgefahren.

 

„Auch wenn wir insgesamt keine konkrete Gefahr sehen, haben wir beschlossen, unser Engagement in europäischen Hochzinsanleihen zu verringern“, schreiben Toby Nangle, globaler Co-Leiter des Bereiches Asset Allocation und Leiter des Bereiches Multi-Asset in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA), sowie Maya Bhandari, Portfoliomanagerin im Bereich Multi Asset, in einem aktuellen Marktkommentar.

Die möglichen Auslöser für einen exogenen Schock seien zahlreich und vielfältig. „Dazu zählen eine restriktivere Geldpolitik, langsameres Wachstum in Europa, geopolitische Turbulenzen wie eine Ablehnung von Shinzō Abe in Japan und die USA, wo Präsident Trump Schwierigkeiten hat, seine Ausgabenpläne und Steuerreformen durchzusetzen“, schreiben Nangle und Bhandari.

Zudem sind die Bewertungen europäischer Hochzinsanleihen Columbia Threadneedle zufolge im Laufe einer Phase mit guter Wertentwicklung ungünstiger geworden. „Sie sind jetzt stärker ausgereizt als die europäischer Investment-Grade-Anleihen“, heißt es in dem Kommentar. „Beispielsweise sind Hochzinsanleihen mit BB-Rating teurer als Investment-Grade-Anleihen mit BBB-Rating.“

Insgesamt bleiben Hochzinsanleihen bei Columbia Threadneedle aufgrund der Fundamentaldaten eine der bevorzugten Anlageklassen in gemischten Portfolios. „Das typische Hochzinsunternehmen sieht heute ganz anders aus als vor zehn Jahren“, schreiben Nangle und Bhandari. „Es ist heute rund drei Mal so groß und von besserer Qualität.“

Die Aussichten für Investment-Grade-Anleihen sind nach Einschätzung von Columbia Threadneedle ebenfalls weiterhin gut. „Die geldpolitischen Bedingungen sind günstig, wobei die negativen Zinsen kräftige Impulse geben, die Konjunktur ist stabil, die Volatilität niedrig und die Bewertungen steigen, aber sind noch nicht zu hoch“, heißt es in dem Kommentar.

Dabei sei das Umfeld in Europa günstiger als in den USA. „Die Verschuldung hat sich nach einem weniger extremen Anstieg als in den USA stabilisiert und dürfte in diesem Jahr zurückgehen. Zudem wird die Zinsdeckung europäischer Investment-Grade-Unternehmen voraussichtlich in diesem und im nächsten Jahr steigen.“  (Colum Th)

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