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Digitaler Fortschritt verleiht Videospiel-Branche enormen Auftrieb

„Obwohl die Videospiel-Branche seit fast 50 Jahren reift, gehen wir davon aus, dass dieses schnell wachsende Marktsegment eine neue und vermutlich disruptive Phase erreicht“, sagt Josh Spencer Portfoliomanager der Global Technology Equity Strategie.

„Obwohl die Videospiel-Branche seit fast 50 Jahren reift, gehen wir davon aus, dass dieses schnell wachsende Marktsegment eine neue und vermutlich disruptive Phase erreicht“, sagt Josh Spencer Portfoliomanager der Global Technology Equity Strategie.

Seit dem letzten Jahrzehnt unterliege der Verbrauchermarkt für Videospiele einer signifikanten Veränderung. Aufgrund des Smartphones könne jeder Nutzer zum potenziellen Spieler werden. Zudem unterstütze das Aufkommen leistungsstarker Konsolen mit zunehmender Speicherkapazität gepaart mit einer schnelleren Internetverbindung die Entwicklung von „packaged“, also physisch kaufbaren, zu digitalen Spielen.

Weiteren Rückenwind bekomme die Gaming-Industrie von den demografischen Daten der Spieler. Viele von ihnen seien junge Erwachsene mit verfügbarem Einkommen, die zunehmend bereit seien, nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr Freizeit dem Spielen zu widmen. Einen Paradigmenwechsel habe auch der technologische Fortschritt gebracht, in dem Spielkonsolen zunehmend als Home-Entertainment-Systeme verwendet würden. Konsolen wie XBOX One und Playstation 4 funktionierten als Smart-TV und ermöglichten den Zugang zu Netflix, Amazon Prime und weiteren Streaming-Diensten. Zudem würden Smartphones eine Hauptrolle für die Ausweitung des Marktes spielen und den Ausbau der Videospiel-Branche seit 2000 beschleunigen.

Technologische Veränderungen und Verbrauchsmuster erzeugen wiederkehrende Erträge
Die Erweiterung anfänglich gekaufter Spiele durch digitalen Inhalt ermögliche Verbrauchern, ihren Einsatz für die Lieblingstitel und den Spielanbieter zu erhöhen und die Monetarisierung des intellektuellen Eigentums zu erweitern. Dieser Vorgang generiere eine neue und kontinuierliche Einnahmequelle mit einer höheren Profitabilität. In-Game-Inhalte für die Konsole und den PC ergäben eine Bruttogewinnmarge von mehr als 90 Prozent. Die führenden Videospielanbieter würden zunehmend kreativer, um die zusätzlichen Spielinhalte zu entwickeln. Außerdem investierten Spieler mehr Zeit in das Spiel, wenn zusätzlicher Inhalt zur Verfügung steht.

Mobile Gaming spielt entscheidende Rolle für das Branchenwachstum
„Unserer Meinung nach ergibt sich aus den zusätzlichen Spielangeboten eine signifikante Wachstumsmöglichkeit. Viele der Spiele sind kostenlos verfügbar, erst die digitalen Inhalte, die kontinuierlich in das Spiel integriert werden, werden zu Geld gemacht“, so der Experte. Da Mobilgeräte den Zielmarkt erweitern würden, spielten mobile Spiele zukünftig eine wichtige Rolle für das Wachstum der Industrie. Des Weiteren biete die Möglichkeit, ein komplettes Spiel herunterzuladen, einen weiteren Aufwärtstrend für Videospielanbieter. Digital downloadbare Spiele ermöglichten eine Bruttogewinnmarge von 80 Prozent, wohingegen die physisch kaufbaren Spiele nur rund 60 Prozent generierten. „Wir erwarten, dass sich diese Kluft durch eine erhöhte Speicherkapazität, schnelleres Internet und mehr Verbraucherkomfort bei digitalen Spielen weiter wächst“, erklärt Spencer.

Asien ist ein vielversprechender Markt für Videospiele
Zwei eSport-Meisterschaften, League of Legends und Dota 2, machten in Asien den Zuschauern professionellen Sports Konkurrenz. 2016 konnte der Wettbewerb 43 Millionen Zuschauer binden. Am Finale selbst nahmen 14,7 Millionen Zuschauer teil. Im Vergleich dazu konnten die erst kürzlich stattgefundenen NBA Spiele durchschnittlich 20,4 Millionen Zuschauer gewinnen. „Wettbewerbe wie League of Legends helfen dabei, das Engagement-Level und die Erträge zu erhöhen. Vor allem der soziale Aspekt dürfte auch zu höheren Erträgen beitragen, da die digitalen Anwendungen nicht nur den Wettbewerb, sondern auch die gemeinsame Nutzung fördern“, erklärt Spencer.

„Um erfolgreich in die Gaming-Industrie zu investieren, ist nicht nur eine Variable entscheidend. Kürzliche Veränderungen in diesem Bereich haben für ein starkes Geschäftsmodel gesorgt, das weiterhin von verschiedenen Faktoren Rückenwind erfährt und vor allem durch das Aufwärtspotenzial an Attraktivität gewinnt“, schließt der Portfoliomanager.

(T. Rowe Price)

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