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Emerging Markets

Mit gezielten Investitionen vom Wachstum der Schwellenländer profitieren   In den vergangenen Jahren waren die Schwellenländer oder auch Emerging Markets immer wieder ein Thema, das die Anleger beschäftigt hat. Denn diese Länder weisen in der Regel ein großes volkswirtschaftliches Wachstum auf. Zudem zeigten einzelne Märkte beziehungsweise einzelne Fonds immer wieder eine sehr gute Wertentwicklung, wodurch die Investoren auf sie aufmerksam wurden. Allerdings stellt sich vielen Investoren die Frage, ob sie mit ihren Investitionen tatsächlich vom Wachstum innerhalb der Schwellenländer profitieren oder nur verstärkt vom globalen Wirtschaftswachstum, denn schließlich gelten viele Emerging Markets als die Werkbänke der Industrienationen und die Entwicklung der entsprechenden Branchen und Sektoren hängt dementsprechend von den wirtschaftlichen Trends in den Industrienationen ab. Oder, anders gefragt, kann ich als Anleger nicht über Investitionen in die großen Namen, zum Beispiel aus dem Segment der Autobauer oder Luxusartikelhersteller, aus den Industrienationen auch vom Wachstum in den Emerging Markets profitieren? Grundsätzlich betrachtet ist es aufgrund der Globalisierung so, dass ein Anleger durch Investitionen in Unternehmen aus den Industrienationen, die in den Schwellenländern aktiv sind, auch vom Wachstum in dieserRegion profitieren können. Aber eben nur auch – das heißt, der Anleger profitiert hier zum Beispiel nicht direkt von dem steigenden Konsum der wachsenden Mittelschicht in Schwellenländern, da die großen Unternehmen daneben in anderen Regionen aktiv sind und die Entwicklung im Übrigen auch von anderen Faktoren abhängig ist. Ebenso sind die großen Konzerne aus den Emerging Markets weltweit tätig, wodurch ihr Erfolg oft maßgeblich von den Entwicklungen in den Industrienationen abhängt. Allerdings profitieren die großen Unternehmen aus den Schwellenländern oftmals zusätzlich vom Wachstum in den Emerging Markets, da sie zwar global ausgerichtet, aber trotzdem auch als lokale Anbieter auftreten und so von den Trends innerhalb der einzelnen Schwellenländer profitieren können. Um von den positiven Entwicklungen, die oftmals auch während internationaler Krisen in den einzelnen Länder weiter vor sich gehen, zu profitieren, bieten sich Fonds an, die in Unternehmen mit einer niedrigen Marktkapitalisierung, die sogenannten Small Caps aus den Emerging Markets, investieren. Denn gerade in diesem Segment findet man zum Beispiel die Handelsketten, die lokal in den einzelnen Ländern oder der Region tätig sind und so vom steigenden Konsum profitieren. Ebenso findet man in diesem Segment Hersteller von Lebensmitteln, die speziell auf den Geschmack der Menschen in ihren Zielmärkten abgestimmt sind und so, zum Beispiel mit „Convenience Food“, ebenfalls vom steigenden Wohlstand profitieren. Allerdings können diese Fonds auch ein ganz anderes Rendite-/Risiko-Profi l aufweisen als Fonds, die in große Unternehmen investieren und sollten aus diesem Grund nur von erfahrenen Anlegern mit einer entsprechenden Risikotragfähigkeit genutzt werden. Insgesamt betrachtet ist es für Investoren, die global anlegen wollen, sinnvoll, direkt in Schwellenländer zu investieren, um so vom höheren Wachstum in diesen Ländern profitieren zu können. Bei der Fondsauswahl sollten Anleger darauf achten, dass die von ihnen gewählten Fonds nicht nur in großen Unternehmen investieren, sondern auch einen Teil des verwalteten Vermögens in kleine Unternehmen anlegen. Eine andere Möglichkeit, dies zu erreichen, ist, einen spezialisierten Fonds für große Unternehmen zu kaufen und diesem einen spezialisierten Fonds für kleine Unternehmen aus den Schwellenländern beizumischen. DETLEF GLOW, LIPPER & MEIN GELD Für den Inhalt der Kolumne ist allein der Verfasser verantwortlich. Der Inhalt gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder, nicht die von Thomson Reuters.   EMERGING MARKETS Emerging Markets trotzen Trump „Trump ist ein Schock vor allem für Schwellenländer und deren Währungen.“ Mit dieser Aussage reagierte im Februar Michael Hasenstab, Rentenmanager bei Franklin Tempelton, auf eine mögliche Neuausrichtung der Wirtschafts- und Handelspolitik der neuen US-Administration unter Präsident Donald Trump. Seine Sorge: ein verstärkter Protektionismus verschlechtere die Absatzchancen von Unternehmen aus den Emerging Markets. Zudem würden die angedachten wirtschaftspolitischen Maßnahmen Trumps die US-Wirtschaft weiter beflügeln, was zu einem Anstieg der Inflation und in dessen Folge zu einem höheren Zinsniveau in den USA führen dürfte. Mit dieser Befürchtung steht Hasenstab nicht allein. Auch der Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF), Maurice Obstfeld, hatte im Januar skeptische Töne angeschlagen. „Die Unsicherheit für die Schwellenländer ist größer geworden“, so der IWF-Experte in seinem Ausblick für die Weltwirtschaft. Ein starker Dollar würde insbesondere solche Länder und Unternehmen belasten, die in US-Dollar verschuldet seien. Vor allem für Mexiko, Brasilien und Indien korrigierte der IWF seine Prognose zum Teil deutlich nach unten. ERSTER SCHOCK SCHEINT ÜBERWUNDEN Märkte neigen bekanntermaßen zu Übertreibungen. Und tatsächlich hatten die Anleger nach der Wahl von Donald Trump zunächst mit einem erheblichen Abzug ihrer Gelder aus den Emerging Markets reagiert. Ablesen lässt sich dies unter anderem am DB Emerging Markets Liquid Eurobond Index oder am MSCI Emerging Markets Index. Beide Barometer rauschten im November steil zunächst nach unten. Seit Anfang Januar allerdings geht es wieder bergauf, und inzwischen weist der MSCI Emerging Markets Index sogar einen höheren Stand auf als noch vor Wahl von Donald Trump. Ablesen lässt sich dieser Positivtrend auch an den Auswertungen des französischen ETF-Anbieters Lyxor. In seiner Februar-Auswertung für den europäischen ETF-Markt stellte das Fondshaus signifikante Mittelzuflüsse bei Emerging Markets ETFs sowohl auf der Aktien- als auch auf der Rentenseite fest. Die Aufregung hat sich also gelegt. Die Märkte scheinen wieder zur Tagesordnung übergegangen zu sein und die Lage weniger kritisch zu beurteilen als noch Ende des vergangenen Jahres. Als routinierter Marktteilnehmer hatte Michael Hasenstab diese Reaktion vorausgesehen. Trotz aller Skepsis über die weitere Entwicklung der Schwellenländer riet der Fondsmanager in seinem Februar-Interview dazu, die Dinge nüchtern zu betrachten. „Die Panik wird sich wieder legen“, so Hasenstab gegenüber dem Handelsblatt. „Die Realität ist meist weniger extrem.“ Und sie bietet vielleicht sogar neue Chancen. Das jedenfalls findet Kevin Daly, der beim schottischen Asset Manager Aberdeen auf Schwellenländer- Anleihen spezialisiert ist. Zwar sei der Ausblick für Emerging Markets-Anleihen zweifellos nicht mehr derselbe. „Zerbrechen werden EM-Anleihen an Trump jedoch nicht“, so Daly. Denn die Pull-Faktoren der meisten Schwellenländer seien nach wie vor intakt, und auch im kommenden Jahr würde die Wirtschaft in den Emerging Markets wachsen. Daly ist überzeugt: „Viele Schwellenländer stehen heute insgesamt besser da als bei früheren Ausverkäufen.“ Zwar sei mit weiteren Drehungen und Wendungen zu rechnen. Anleger sollten dabei jedoch die Chancen nicht außer Acht lassen, die sich dabei ergeben.     WEITER AUF ERHOLUNGSKURS Trotz der Delle des vergangenen Jahres beurteilen viele Marktbeobachter die fundamentalen Rahmenbedingungen in den Emerging Markets grundsätzlich weiterhin positiv. Dabei verweisen sie unter anderem auf die Effekte einer insgesamt wachsenden Weltwirtschaft, den voranschreitenden Schuldenabbau und die steigenden Löhne einer wachsenden Mittelschicht in verschiedenen Schwellenländern. Auch Andreas Telschow, Anlageexperte bei Fidelity International, erscheinen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen günstig. Gegenüber Mein Geld wies er vor allem auf die Bedeutung gestiegener Rohstoff preise hin. „Diese Entwicklung ist für aufstrebende Länder enorm wichtig“, so Telschow. „Denn höhere Preise kommen zahlreichen rohstoffexportierenden Ländern ganz unmittelbar zugute.“ Unterstützend wirke auch der Anstieg des privaten Konsums, der in manchen Schwellenländer zu beobachten sei. „Produkte und Dienstleistungen werden stärker nachgefragt – angefangen von Bildungs- bis hin zu Bankdienstleistungen.“ Unter dem Strich dürften Anleger vor diesem Hintergrund den Emerging Markets weiterhin treu bleiben, zumal die dortigen Unternehmen jenen aus den Industriestaaten renditetechnisch weiterhin überlegen seien. Telchows Fazit: „Die im vergangenen Jahr begonnene starke Wertentwicklung sollte sich auch in diesem Jahr fortsetzen.“ Ganz ähnlich fällt die Einschätzung bei der Deutsche Asset Management in Frankfurt aus. „Wir sehen die Schwellenländer, insbesondere die asiatischen, immer noch positiv“, heißt es dort. Auch die US-Handelspolitik stellt nach Ansicht von Stefan Kreuzkamp, Chief Investment Officer Deutsche Asset Management, keine allzu große Gefahr für die Entwicklung der Schwellenländer dar. Aus Sicht des Investmentprofis sprechen vor allem folgende Punkte gegen diese Annahme: Der Anteil des Außenhandels, den die Schwellenländer untereinander ausführen, habe in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Ihre Abhängigkeit von den Industriestaaten habe demnach nachgelassen. Darüber hinaus sei, anders als vielfach vermutet, der private Konsum auch in den Schwellenländern der Hauptwachstumstreiber. Zudem hätten sich bereits in den letzten Jahren protektionistische Tendenzen bemerkbar gemacht – etwa in der Zunahme temporärer oder gezielter Zölle. Ähnlich wie Michael Hasenstab warnt auch die Deutsche Asset Management vor übereilten Panikszenarien. „Wir bezweifeln, dass die USA einen großangelegten Angriff auf den Welthandel starten werden“, so deren CIO Kreuzkamp. „Trump wird an etwas Symbolpolitik gelegen sein, etwa an der Erhöhung einzelner Tarife oder Importzölle, damit er einige positive Schlagzeilen bekommt und einige seiner Wähler beiLaune hält.“ MEIN GELD   INTERVIEW Emerging Markets in schwierigem Fahrwasser Mein Geld im Interview mit Prof. Dr. Christian Dreger, Forschungsdirektor International Economics am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Über die Auswirkungen eines verschärften US-Protektionismus auf die Schwellenländer sprach Mein Geld mit Prof. Dr. Christian Dreger. Noch im Sommer des vergangenen Jahres waren die Märkte mit Blick auf die EM positiv gestimmt. Die handelspolitischen Vorstellungen von US Präsident Donald Trump haben nun wieder für Verunsicherung gesorgt. Ist das Comeback der Schwellenländer vorbei, bevor es richtig begonnen hat? PROF. DR. CHRISTIAN DREGER: Das Wachstum in vielen Schwellenländern ist immer noch recht hoch, hat seit einigen Jahren allerdings etwas nachgelassen. Und dies, obwohl die Industriestaaten inzwischen auf einen moderaten Wachstumskurs zurückgekehrt sind. Die Divergenz der Konjunkturzyklen ist gestiegen. Hierfür gibt es verschiedene Gründe. Da ist zum einen die wirtschaftliche Transformation in China, die unter anderem zu geringerer Rohstoffnachfrage führt. Dies hatte zum Verfall der Rohstoffpreise beigetragen, der rohstoffreiche Schwellenländer unter Druck gesetzt hat. Zum anderen macht der allmähliche Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik in den USA Anlagen in Industriestaaten wieder attraktiver. Investitionen in Schwellenländern haben abgenommen, was zu geringeren Wachstumsraten führt. Die Unklarheit über die künftige Politik der USA schafft zusätzliche Verunsicherung. Welche Maßnahmen der neuen Administration würden den Schwellenländern am meisten Schaden zufügen? PROF. DR. CHRISTIAN DREGER: Das Wachstum in vielen Schwellenländern beruht auf einem freien und expandierenden Welthandel. Neue Handelshemmnisse infolge protektionistischer Maßnahmen behindern die internationale Arbeitsteilung und wären für alle Beteiligten kritisch. Die USA sind der bedeutendste Exportmarkt der Weltwirtschaft. Darüber hinaus wird die Umsetzung eines Infrastrukturprogramms in den USA die dort vorhandenen Inflationstendenzen verstärken, zumal sich die Wirtschaft bereits in einem Aufschwung befindet. Ein Anstieg der Inflation dürfte die Zentralbank veranlassen, die Zinsen schneller als geplant zu erhöhen. Dadurch werden US Anlagen attraktiver, so dass die Schwellenländer weniger Kapital erhalten. Dies reduziert ihre Wachstumsperspektiven. Welche Länder wären am stärksten betroffen? PROF. DR. CHRISTIAN DREGER: Bei einer stärker protektionistischen Politik der USA wären neben Mexiko die Volkswirtschaften in Südostasien und China am stärksten betroffen. China wegen der Transformation hin zu einem stärker konsumorientierten Wachstumsmodell, so dass das Land der Mitte künftig etwas unabhängiger von der Weltwirtschaft sein dürfte und Unternehmen aus anderen Ländern zusätzliche Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte bietet. Bei einer Zunahme protektionistischer Praktiken würde also der Aufstieg Chinas ein Gegengewicht bilden, das im Zeitverlauf immer bedeutender wird. Indien wäre von protektionistischen Eingriffen weniger betroffen, weil der exportorientierte Industriesektor in geringerem Maße zur Wertschöpfung beiträgt. Gemessen an seinen Exportquoten hängt Lateinamerika in hohem Maße von der Handelspolitik in den USA ab. Allerdings sind die Handelsströme in die EU und China noch etwas stärker ausgeprägt, so dass sich kompensatorische Effekte ergeben dürften. Gibt es Schwellenländer, die von einer neuen US-Handelspolitik profitieren könnten? PROF. DR. CHRISTIAN DREGER: Seitdem die USA aus der Transpazifischen Partnerschaft (TPP) ausgestiegen sind, spielt das Abkommen aus weltwirtschaftlicher Sicht eine geringere Rolle. Eine TPP ohne die USA wird den Handel zwischen den beteiligten Ländern nicht in dem Maße stimulieren, wie dies ursprünglich angedacht war. Durch den Rückzug der USA ergeben sich für China bessere Möglichkeiten, sein eigenes Freihandelsabkommen voranzutreiben, dass derzeit für die Industrie- und Schwellenländer in der APEC Region konzipiert wird und im Idealfall die bestehenden bilateralen Vereinbarungen ersetzen soll. Der dann entstehende Wirtschaftsraum würde rund 50 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung erfassen und ist eine der am schnellsten wachsenden Regionen in der Weltwirtschaft, der durch das Abkommen weiteren Auftrieb erhält. Mit welchem Szenario für die Schwellenländer rechnen Sie in diesem Jahr? PROF. DR. CHRISTIAN DREGER: Die Schwellenländer bilden eine heterogene Gruppe mit uneinheitlichen Wachstumsperspektiven. Das Wachstum in China dürfte aufgrund der wirtschaftlichen Transformation und dem Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials leicht sinken. Indien ist inzwischen auf einen stabilen Wachstumspfad zurückgekehrt. Der gewaltige Infrastrukturbedarf des Landes und der Konsumhunger der aufstrebenden Mittelschicht sind Argumente für ein weiter hohes Wachstum. Russland profitiert von den wieder anziehenden Rohstoffpreisen, so dass sich im weiteren Verlauf ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts ergeben sollte. Allerdings bleibt es unter seinen Möglichkeiten: Dazu tragen nicht nur die westlichen Sanktionen, sondern vor allem ein unterentwickelter Industriesektor bei. Und in Afrika dürften einzelne Länder wie die Elfenbeinküste, Uganda, Sambia und der Senegal ein recht hohes Wachstum zeigen. Für Nordafrika bleiben die Aussichten recht bescheiden. VIELEN DANK FÜR DAS GESPRÄCH.   UBS ASSETMNAGEMENT Schwellenländer bieten Value-Chancen Es geht wieder aufwärts: Die wirtschaftlichen Daten der Emerging Markets haben sich deutlich verbessert. Schon im vergangenen Jahr machten Emerging-Markets-Aktien wieder von sich reden. Und der gute Start ins neue Jahr könnte sich als der Vorbote für weiter steigende Kurse entpuppen. Die Sorgen, dass Schwellenländeraktien den Titeln aus Industrieländern hinterher hinken, sind weitgehend verflogen. FUNDAMENTALDATEN VERBESSERT Viele Unternehmen sind wieder wettbewerbsfähiger, die Lohnstückkosten sinken, größere Margen deuten sich an. Das alles spricht für eine bessere Rentabilität der Unternehmen. Höhere Staatsausgaben in den Industrieländer könnten zudem die Rohstoffpreise unterstützen. Das würde einer ganzen Reihe von Schwellenländern und Unternehmen zugutekommen. Das Wirtschaftswachstum in Asien stabilisiert sich, und Problemländer wie Brasilien und Russland sind im Turnaround. Das Wachstum der Kreditvergabe ist in den meisten Ländern mittlerweile nachhaltiger. Nur China ist hier eine nicht unwesentliche Ausnahme. Die Verschuldung in der zweitgrößten Volkswirtschaft ist auf rund 260 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gestiegen. Darin sieht UBS-Schwellenländer-Experte Geoffrey Wong durchaus ein langfristiges Risiko, kurzfristig erwartet er aber kein Ungemach. US-POLITIK: CHANCE UND RISIKO Risiko und Chance zugleich stellt Donald Trumps Politik in den USA dar. Ein stärkerer US-Dollar und höhere US-Zinsen wären den Emerging Markets kaum zuträglich. Auch Protektionismus und Handelssanktionen hätten negative Effekte. Positiv auf die Weltwirtschaft und auf die Emerging Markets dürften sich hingegen fiskalische Anreize auswirken. Auch die Rohstoffpreise könnten durch Trumps Politik steigen. Für Aktieninvestoren bieten Emerging Markets attraktive Einstiegschancen. Die Bewertungen sind im Schnitt günstig. Das durchschnittliche Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,5 liegt unter dem historischen Durchschnitt und auch unter den Niveaus der Industrieländer. Ein Aktien-Investment sollte aber sehr selektiv erfolgen. Geoffrey Wong und Urs Antonioli konzentrieren sich im UBS Global Emerging Markets Opportunity Fund auf die ihrer Ansicht nach besten Anlagechancen in den Emerging Markets. Nur 20 bis 40 Aktien haben sie in dem globalen Portfolio. DER INNERE WERT ENTSCHEIDET Um diese zu finden, ermitteln Wong und Antonioli zunächst auf Basis von künftigen Cashflows den intrinsischen Wert eines Unternehmens. Nur wenn der Aktienkurs deutlich unter diesem Wert liegt, und sie Aufholpotenzial sehen, schlagen sie zu. Zudem müssen die Firmen auf ihrer Qualitäts-Checkliste gut abschneiden. Auch makroökonomische Risiken der einzelnen Schwellenländer fließen in die Auswahl ein. Zurzeit werden sie vor allem in der IT- und Finanzbranche fündig. Beide Sektoren sind übergewichtet und machen knapp 60 Prozent des Fonds aus. Rechtlicher Hinweis: Investitionen in die dargestellten Produkte sollten nur nach gründlichem Studium des jeweiligen aktuellen Verkaufsprospekts und der wesentlichen Anlegerinformationen erfolgen, die kostenlos schriftlich bei UBS Europe SE (Zahlstelle/Vertreter und ggf. Repräsentant für UBS-Fonds EU- und/oder ausländischen Rechts) bzw. bei UBS Asset Management (Deutschland) GmbH, Bockenheimer Landstraße 2-4, 60306 Frankfurt am Main, angefordert werden können oder im Internet unter www.ubs.com/deutschlandfonds. UBS ASSET MANAGEMENT   UBS Global Emerging Markets Opportunity Fund Welchen Ansatz verfolgt der Fonds (inklusive Titelauswahl)? Wir beschreiben uns als fundamentale Bottom-up-Investoren. Unser Ansatz beurteilt den Preis gegenüber dem inneren Wert eines Unternehmens: Wir betrachten die Fundamentaldaten eines Unternehmens – hauptsächlich die erwarteten Cashflows –, um den inneren Wert dieses Unternehmens zu bestimmen. Dann suchen wir nach Abweichungen zwischen unserer Schätzung des inneren Werts und der aktuellen Marktbewertung, denn sie bieten die Chance, Mehrwert zu erzielen. In den UBS Global Emerging Markets Opportunity Fund nehmen wir – unabhängig vom Vergleichsindex – nur 20 bis 40 Titel auf, die wir langfristig als äußerst attraktiv einstufen. Wie unterscheidet sich der Fonds von Konkurrenzprodukten? Qualität ist ein wichtiges Kriterium für uns. Aber Qualität kann für verschiedene Investoren unterschiedliche Dinge bedeuten. Bei uns steht Qualität für weitaus mehr als simple Kennzahlen zu Return-on- Equity oder Verschuldungsgrad. Wir untersuchen die Branchenstruktur, regulatorische Veränderungen, das Verhalten des Managements in der Vergangenheit, Aspekte aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, Offenlegungsstandards usw. und fassen die Ergebnisse anschließend in einem Punktwert für jedes Unternehmen zusammen. Dieser Ansatz verschafft uns Vorteile, besonders in den Schwellenländern, wo die Abwesenheit aktivistischer Investoren dazu führt, dass schlechte Unternehmen jahrelang überleben und Schaden in den Portfolios anrichten können. Wie managen Sie das Risiko in dem Fonds? Die Unternehmen permanent auf den Prüfstand zu stellen und Risiken kontinuierlich zu managen sind entscheidende Faktoren, um die Folgen unerwarteter Schocks so gering wie möglich zu halten. Die Standards für gute Unternehmensführung sind variabel, besonders in den Schwellenländern. Unsere Konzentration auf Qualität erweist sich bei der Risikokontrolle im Portfolio als sehr hilfreich. Zusätzlich überwachen wir die makroökonomischen und politischen Risiken auf Länderebene. Schließlich setzen wir auch branchenübliche und proprietäre Risikosysteme ein. Auf diese Weise integrieren wir das Risikomanagement in jede Stufe des Anlageprozesses, von der Unternehmensanalyse bis zur Portfoliokonstruktion. Für welchen Anleger/Marktphase ist der Fonds geeignet bzw. nicht geeignet? In der jetzigen Marktphase sehen wir Mehrwert in steigenden Konsumausgaben über den alltäglichen Verbrauch hinaus, in wachsendem Markenbewusstsein, E-Commerce, persönlicher Wellness und Gesundheit. Allerdings eignet sich der Fonds aus unserer Sicht nur für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren und einer entsprechenden Risikobereitschaft und Tragfähigkeit.   GEOFFREY WONG, HEAD OF GLOBAL EMERGING MARKETS AND ASIA PACIFIC EQUITIES, UBS ASSET MANAGEMENT   NN INVESTMENT PARTNERS Optimistischer Ausblick bei Emerging Market Debt Seit Januar 2017 hat sich die Wachstumsdynamik in den Emerging Markets deutlich verbessert. Die gute Entwicklung der Rohstoffpreise wirkte sich auf die Bewertung vieler Frontier Markets aus: von 21 Märkten sind derzeit 14 positiv zu bewerten. Die Wachstumsaussichten im Jahr 2017 scheinen weit besser als im Vorjahr. Das liegt auch an den Vereinbarungen zwischen OPEC und Nicht-OPEC-Ländern, durch die das Risiko eines niedrigen Ölpreises reduziert wurde. Die Entwicklung im vergangenen Jahr kommentiert Marco Ruijer, Lead Portfolio Manager Emerging Market Debt (EMD) Hard Currency bei NN Investment Partners, folgendermaßen: „Zwei Schockereignisse prägten die Entwicklung der von uns beobachteten Märkte im Jahr 2016. Zum einen der Brexit, der für einen Kursrutsch sorgte, von dem sich die Märkte aber innerhalb von zwölf Stunden wieder erholten. Die Anleger glaubten, dass die Zentralbanken ihre Maßnahmen aufgrund des Brexit intensivieren und die Zinsen weiter senken würden. Das löste massive Kapitalzuflüsse in EMD aus. Zum anderen die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, wodurch viele Anleger eine Behinderung des freien Handels durch die neue Regierung befürchteten. Aus diesem Grund kam es im Nachgang zur Wahl in den USA zu Abflüssen aus EMD.“     Doch trotz der starken Bewegungen im vergangenen Jahr erzielte der EMBI GD Index (EMD Hard Currency Benchmark) mit 10,2 Prozent eine höhere Rendite als zu Jahresbeginn erwartet, während Treasuries das Jahr in etwa mit der von NN IP prognostizierten Rendite von 2,65 Prozent abschlossen. Bis Mitte 2016 hatten rohstofferzeugende Länder noch mit sinkenden Preisen zu kämpfen. Doch das änderte sich in der zweiten Jahreshälfte, sodass die Frontier Markets mit einem Anstieg um 14,8 Prozent am Ende des Jahres die Wertentwicklung der breiteren globalen Märkte übertrafen. Aktuell sehen die Rahmenbedingungen für das Wachstum in den Emerging Markets ganz so aus, als ginge da noch mehr. Das US-amerikanische und europäische Wirtschaftswachstum sind im Aufwind und unterstützen so das Wachstum in den Emerging Markets. Das chinesische Wachstum ist wahrscheinlich auf seinem Höhepunkt, so dass es unwahrscheinlich ist, dass es in den kommenden Monaten stark sinken wird. Wichtig für die Rahmenbedingungen in den Emerging Markets sind die Kapitalflüsse, bei denen aktuell durchaus eine positive Entwicklung zu sehen ist. Abgesehen von einer stärker als erwarteten Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China ist das Hauptrisiko für das Wachstum in den Emerging Markets ein aufkommender Protektionismus in den USA und ein US-chinesischer Handelskrieg. Demgegenüber steht als Wachstumstreiber derzeit eine globale Wachstumsdynamik, die stärker ist, als seit Jahren beobachtet. NN INVESTMENT PARTNERS DEUTSCHLAND   EMD Hard Currency-Strategie Welchen Ansatz verfolgt der Fonds? Unsere EMD Hard Currency-Strategie wird aktiv gemanagt, wobei wir einen Bottom-Up- und einen Top-Down-Ansatz auf fundamentaler Basis miteinander kombinieren. Im Zuge der Strategie werden überwiegend Long-Positionen in Staatsanleihen aus Schwellenländern eingegangen. Dabei speist sich die Gesamtrendite vor allem aus der Carry von Anleihen aus den Schwellenländern und aus Kursgewinnen im Zuge einer Spreadeinengung, die auf Wirtschaftswachstum, Produktivitätszuwächse und Kapitalzuflüsse zurückzuführen ist. Die Duration und die Renditekurven werden aktiv im Vergleich zu einer festgelegten Benchmark gemanagt. Wir sind stark auf das Staatsanleihensegment spezialisiert. Das Anlageuniversum besteht aus über 70 Ländern in Asien, dem Nahen Osten, Afrika, Mittel- und Osteuropa und Lateinamerika. Ihm gehören überwiegend Anleihen an, die von Staaten oder quasistaatlichen Emittenten begeben werden. Daneben investieren wir auch in Anleihen, die von Unternehmen, Gebietskörperschaften oder supranationalen Emittenten platziert werden. Wie unterscheidet sich der Fonds von Konkurrenzprodukten? Der Fonds kann einen Track Record von rund 24 Jahren aufweisen. Während dieser Zeit stellt er seine Leistung mit einer konsistenten Outperformance gegenüber der Benchmark unter Beweis. Darüber hinaus befindet er sich im ersten Quartal innerhalb der Peer-Group. Diese Ergebnisse sind möglich durch einen bewährten und disziplinierten Anlageprozess mit einem Schwerpunkt auf den relativen Wert und der Einbeziehung von ESG-Aspekten in den Anlageprozess. Das EMD-Team von NN IP ist an drei Standorten tätig: Singapur, Den Haag und New York. An jedem Standort arbeiten regionale Spezialisten, die Anlageideen entwickeln, Emittenten aus dem staatlichen und dem Unternehmenssektor aus den Schwellenländern beobachten und Schwellenländerwährungen sowie die Zinsentwicklung in den Schwellenländern analysieren. Wie managen Sie dasRisiko in dem Fonds? Selbstverständlich findet eine regelmäßige Überwachung der verschiedenen Risikoparameter unserer Portfolios statt: Tracking Error; Größe der aktiven Positionen; Engagement in Rohstoffen; Exposition der Länder, die unterschiedliche Volatilität aufweisen; Exposition gegenüber verschiedenen Arten von Emittenten (zum Beispiel Staat / Corporate); Liquidität des Portfolios. Dabei betrachten wir Risiko aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass wir in der Lage sind, diese gut zu verwalten. Unsere Portfolios sind gut diversifiziert, mit einer relativ großen Anzahl von aktiven Positionen, von denen jede relativ klein ist und auf Grundlagenforschung basiert. Für welchen Anleger/Marktphase ist der Fonds geeignet bzw. nicht geeignet? Grundsätzlich ist der NN (L) EMD HC-Fonds für alle Anleger geeignet, die eine langfristige Investition im Blick haben und davon ausgehen, dass die momentanen Erträge von Schwellenländeranleihen vorteilhafter gegenüber den Negativrenditen entwickelter Anleihenmärkte sind. Der Fonds sowie die EMD Asset-Klasse ist nicht geeignet für Anleger, die kurzfristige Volatilitäten nicht tolerieren können.   SUSANNE HELLMANN, MANAGINGDIRECTOR NN INVESTMENT PARTNERS DEUTSCHLAND iShares Günstig in Schwellenländer investieren Die entwickelte Welt, allen voran die USA, hat die Zeichen auf Wachstum und Reflation* gestellt, und damit auf eine Rückkehr zu Preissteigerungen. Davon könnten auch Anleger in Schwellenländeraktien profitieren. Denn einesteigende Nachfrage der entwickelten Märkte dürfte die Wirtschaft in den Emerging Markets weiter ankurbeln. Zugleich beginnen in vielen Schwellenländern Wirtschaftsreformen zu greifen und auch die Fundamentaldaten von Unternehmen stimmen in einigen Regionen zuversichtlich. Insbesondere die asiatischen Schwellenländer, allen voran China und Indien, scheinen vom Zusammentreffen dieser positiven Einflussfaktorenzu profitieren. Die Schwellenländer weisen auch deswegen viel Potenzial für eine positive Aktienmarktentwicklung auf, weil sie über einige Jahre hinweg nicht im Zentrum des Anlegerinteresses standen. Erst seit Frühjahr 2016 vollzog sich eine langsame Wende, im historischen Vergleich sind Schwellenländeraktien aber immer noch eher günstig bewertet. Hingegen verzeichnen der europäische und insbesondere der US-amerikanische Aktienmarkt schon länger wieder Zuwächse und ein höheres Bewertungsniveau. Dieser Entwicklung trägt auch die Einschätzung des BlackRock Investment Institute Rechnung: Nach langer Zeit der Untergewichtung in den zurückliegenden Jahren stehen die Zeichen bei Schwellenländeraktien aktuell auf Übergewichtung1. Dennoch bleiben Risiken, und insbesondere Währungsverschiebungen und mögliche Handelskonflikte könnten die Entwicklung negativ beeinflussen. FOKUS EMERGING ASIA: AUTOMATISCH EINGEBAUT Trotz hoher Volatilität und Untergewichtung waren Schwellenländeraktien seit Jahren dennoch fester Bestandteil vieler langfristig ausgelegter Anlegerportfolios. Anleger, die ihr Portfolio den veränderten Aussichten in diesem Bereich anpassen möchten, können ihr Engagement in Schwellenländer mit dem iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF (IE00BKM4GZ66) einfach, transparent und kostengünstig auf- oder ausbauen. Dieser ETF investiert in Schwellenländeraktien, wobei er eine ganze Bandbreite an Regionen und Unternehmen mit kleiner, mittlerer und hoher Marktkapitalisierung einbezieht. Insofern eignet er sich als Basisinvestment in Schwellenländeraktien. Da der iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF einen Index nutzt, der sich an der Marktkapitalisierung der Unternehmen orientiert, liegt sein Schwerpunkt aufgrund der positiven Entwicklungen in dieser Region aktuell im asiatischen Raum. Ein Vorteil für Anleger, die vom Momentum asiatischer Schwellenländer überzeugt sind. Der ETF zeichnet sich zudem durch eine besonders günstige Gesamtkostenquote aus (TER: 0,25%). BlackRock iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF Welchen Ansatz verfolgt der Fonds? Dem iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF (IE00BKM4GZ66) liegt der MSCI Emerging Markets Investable Market Index zugrunde. Dieser umfasst die Aktien von über 2600 Unternehmen aus 23 unterschiedlichen Schwellenländern weltweit. Seine Besonderheit: Er listet sowohl Unternehmen mit geringer als auch Unternehmen mit mittlerer und hoher Marktkapitalisierung und deckt 99 Prozent der Streubesitz-Marktkapitalisierung in jedem der enthaltenen Länder ab. Der ETF ermöglicht Anlegern somit über ein einziges Investment Zugang zu einer großen Bandbreite an Unternehmen aus Schwellenländern. Dabei sind über 50 Prozent des Fondsvermögens in den führenden asiatischen Volkswirtschaften, China, Süd- Korea und Taiwan, investiert1. Wie unterscheidet sich der Fonds von Konkurrenzprodukten? Der Fonds bietet als passives Investment einen außergewöhnlich breiten Zugang zu globalen Schwellenländeraktien. Da er physisch replizierend ist, investiert er tatsächlich in die Werte seines Referenzindex. Dadurch bietet er im Vergleich zu swapbasierten ETFs ein hohes Maß an Transparenz. Die Gesamtkostenquote (TER) des iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF beträgt nur 0,25 Prozent1. Wie managen Sie das Risiko in dem Fonds? Das Risiko des Fonds entspricht weitgehend dem des abgebildeten Index. Dies wird durch die Methodik der physischen Replikation gewährleistet. Als Teil eines diversifizierten Fondsportfolios eingesetzt, werden spezifische Marktrisiken, die mit dem Investment in diesem Fonds einhergehen, auf der Ebene des Anlegerportfolios durch erhöhte Diversifikation vermindert. Für welchen Anleger/Marktphase ist der Fonds geeignet bzw. nicht geeignet? Der Fonds richtet sich an alle Anleger, für welche eine Investition in Aktien aus Schwellenländern aus Risiko- und Renditegesichtspunkten grundsätzlich in Frage kommt. Dies geschieht, wie bereits erwähnt, in der Regel durch Beimischung in ein Portfolio, um eine breitere Diversifikation zu erreichen. Anleger sollten darauf achten, inwiefern das Risikoprofil von Schwellenländeraktien zum jeweiligen individuellen Risikoprofil passt und dann entsprechend die Gewichtung vornehmen. DAVID WENICKER, VERTRIEBSLEITER WEALTH& RETAIL KUNDEN, ISHARES UND INDEX INVESTMENTS DEUTSCHLAND, BLACKROCK 1 | BlackRock/iShares; Stand: 28. Februar 2017. EDMOND DE ROTHSCHILD AM Schwellenländeranleihen: Edmond de Rothschild Fund Emerging Bonds Schwellenländeranleihen, die lange Zeit als Anlageklasse für Spezialisten wahrgenommen wurden, erfreuen sich seit einigen Jahren eines starken Zuwachses an Beständen. Sie sind jedoch in Portfolios nach wie vor unterrepräsentiert. Jean-Jacques Durand, Fondsmanager des EdR Fund Emerging Bonds, über seinen Investmentansatz: Bevor wir in einem Land investieren, betrachten wir neben den wirtschaftlichen Fundamentaldaten und möglichen Wendepunkten in diesem Bereich und in der Politik immer auch alle technischen Elemente. Es ist wichtig, diese technischen Aspekte wie Mittelflüsse, Marktpositionierung und Bewertungsniveau zu berücksichtigen, vor allem wegen der im Vergleich zu vor zehn Jahren geringeren Liquidität am Markt. Ausschließlich auf die wirtschaftlichen Fundamentaldaten abzustellen, ist nicht effizient. In diesem Sinne müssen unsere Reisen opportunistisch sein – vor allem dort, wo vielleicht nicht so viele Analysen verfügbar sind. Wenn wir dann unterwegs sind, sind wir sehr vorsichtig, um nicht von den eigenen Eindrücken vor Ort getäuscht zu werden und diese ohne Beachtung aller übrigen Faktoren überzugewichten. Das Risiko liegt darin, allein auf dieser Grundlage falsche Anlageentscheidungen zu treffen. Wir verfolgen mit unserem Fonds einen flexiblen, opportunistischen Ansatz. Das Anlageuniversum ist breit, und der Fonds kann seine Renditequellen diversifizieren, indem er in Hart- und Lokalwährungsanleihen, in Devisen, Staats-, Quasi-Staats- und Unternehmensanleihen investiert. Allerdings tendiert der Edmond de Rothschild Fund Emerging Bonds dazu, hauptsächlich in auf Hartwährung lautende Staats- und Quasi-Staatsanleihen zu investieren, da dieses Segment eine deutlich größere Auswahl an Anlageinstrumenten zu bieten hat. Auf Hartwährung lautende Staatsanleihen, die weltweit von circa 80 Ländern emittiert werden, bilden das größte Anlageuniversum. Dagegen sind die Märkte für Lokalwährungsanleihen hauptsächlich auf 15 Länder konzentriert. Da wir uns bei unserer Strategie auf unsere mit größter Überzeugung vertretenen Anlageideen konzentrieren, ist es in einem größeren Kreis von Märkten eher wahrscheinlich, dass wir Opportunitäten finden, als in einem eher begrenzten Kreis. Eine der Stärken des Edmond de Rothschild Fund Emerging Bonds ist, dass er sich deutlich von großen Indizes für Schwellenländeranleihen entfernen und hohe Wetten abschließen kann, die manchmal auf Argumenten basieren, die vorherrschenden Anlageüberzeugungen widersprechen. Benchmarkorientierte Anlagestrategien eignen sich wegen der einseitigen Ausrichtung von Indizes nicht für Schwellenländeranleihen. Unserer Meinung nach ist es wichtig, auf starke langfristige Überzeugungen zu setzen. Jahr für Jahr hängt die Performance in diesen Märkten davon ab, dass man eine begrenzte Zahl spezifischer Investments identifiziert. Aus diesem Grund ist unser Portfolio konzentriert. Wir wollen über einen Zeithorizont von drei bis fünf Jahren Wertzuwachs generieren. Um dies zu erreichen, nehmen wir in Kauf, dass es wegen der Struktur des Portfolios und wegen klarer Entscheidungen zur Allokation Phasen geben mag, in denen der Fonds hinter der Performance des Marktes zurückbleibt. Von unseren Mitbewerbern unterscheiden wir uns unter anderem dadurch, dass wir uns bei unseren Analysen nicht auf die Fundamentaldaten von Ländern beschränken, sondern auch technische Faktoren wie Mittelströme oder die Risikobereitschaft der Anleger einbeziehen. JEAN-JACQUES DURAND, FONDSMANAGER DES EDR FUND EMERGING BONDS Edmond de Rothschild Fund Emerging Bonds Welchen Ansatz verfolgt der Fonds? EdRF Emerging Bonds ist ein auf Überzeugungen basierender Fonds, der in sämtliche Anleihen und Währungen aus Schwellenländern investiert. Er verfolgt einen flexiblen und opportunistischen Investmentstil und profitiert von einem breiten Anlageuniversum. Der Fonds kann seine Performance aus einer Vielfalt von Instrumenten generieren und darf in Hart- oder Lokalwährungs-, Staats-, Quasi- Staats- aber auch in Unternehmensanleihen investieren, wobei der Fondsmanager Staatsanleihen und Quasi-Staatsanleihen in harter Währung bevorzugt. Wie unterscheidet sich der Fonds von Konkurrenzprodukten? Eine der wichtigsten Stärken des EdRF Emerging Bonds ist, dass er Investmententscheidungen unabhängig von seiner Benchmark und konträr zur allgemeinen Marktmeinung treffen kann. Wir erachten es als wichtig, an unseren Überzeugungen langfristig festzuhalten („Conviction-Ansatz“), um von den vielfältigen Chancen in Schwellenländeranleihen am besten zu profitieren. Wir streben eine Outperformance über einen Horizont von drei Jahren an, wofür wir dank unserer einzigartigen Portfoliostruktur und aktiver Asset Allokation auch Phasen akzeptieren können, in denen sich der Fonds kurzfristig volatiler bzw. entgegen des allgemeinen Marktes entwickelt, um dafür außerordentliche Erträge zu erzielen. Außerdem beschränken wir unsere Analyse nicht auf einfache Fundamentaldaten einzelner Länder, sondern integrieren voll und ganz die Analyse technischer Faktoren, wie etwa Investitionsströme, Risikoneigung der Anleger und Aktivitäten der maßgeblichen Gegenparteien. Wie managen Sie das Risiko in dem Fonds? Die hohe Flexibilität der Strategie ermöglicht eine Positionierung in Marktsegmenten und Emittenten aller Art und erreicht so eine breite Diversifizierung. Abhängig vom jeweiligen makroökonomischen Umfeld steuert der Fondsmanager sein Gesamtengagement in Schwellenländeranleihen durch Anpassung der Liquidität sowie den Einsatz von Derivaten. Die Liquidität der investierten Titel steht ebenfalls im Fokus und wird gemäß ihrer Handelbarkeit laufend feinjustiert. Die Duration des Portfolios wird aktiv gesteuert, um die Zinssensitivität zu begrenzen. Zusätzlich werden spezifische Risiken auf opportunistischer Basis abgesichert. Zum Beispiel reduzieren wir aktuell das China-Risiko durch Credit Default Swaps. Darüber hinaus überwacht die unabhängige Risikomanagement-Abteilung von EDRAM täglich das Portfolio, vor allem im Hinblick auf das Markt-, das Liquiditäts-, das operative Risiko, das Kontrahentenrisiko sowie die Performanceanalyse. Für welchen Anleger/Marktphase ist der Fonds geeignet bzw. nicht geeignet? EdRF Emerging Bonds bietet langfristig orientierten Anlegern relativ und absolut eine sehr attraktive Rendite und leistet vor allem einen wertvollen Beitrag für die Diversifikation eines jeden Portfolios. Der Fonds eignet sich für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens drei Jahren.   JEAN-JACQUES DURAND, FONDSMANAGER DES EDR FUND EMERGING BONDS

Investmentfonds Guided Content

Sachwertanlagen: Der Hase und der Igel – Der Beteiligungsmarkt ist wieder da!

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MULTI-ASSET 2.0

Die Evolution geht weiter

 

„Wir müssen das Multi-Asset-Thema weiter forcieren.“ Mit diesem Vorsatz unterstrich Stefan Keitel, der neue Chef von Deka Investments, im Herbst des vergangenen Jahres die Bedeutung von Multi-Asset-Strategien für sein Haus. Die Konkurrenz ist da schon einen Schritt weiter. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 hat Union Investment ihre bisherige Abteilung „Asset Allokation“ bereits zu einer neuen Einheit „Multi-Asset“ ausgebaut, um dem Investmentansatz noch mehr Schlagkraft zu verleihen. Parallel dazu legten die genossenschaftlichen Asset-Manager gleich zwei neue Produkte auf. Auch für andere Fondshäuser steht Multi-Asset derzeit im Fokus. So lancierte zu Beginn des Jahres der skandinavische Asset-Manager Nordea den Flexible Fixed Income Plus-Fonds – ein weiteres Produkt seiner Multi-Asset-Reihe. Es ist davon auszugehen, dass weitere Anbieter in den kommenden Monaten mit neuen Multi-Asset-Fonds an den Start gehen werden. Die Aktivitäten der Fondshäuser unterstreichen die anhaltende Attraktivität von Multi-Asset-Lösungen am Markt, die auch in den Zahlen des Deutschen Fondsverbandes zum Ausdruck kommt. Laut BVI wurden Ende Oktober am deutschen Fondsmarkt 221,7 Milliarden Euro in Mischfonds verwaltet. Damit stellen diese nach Aktienfonds die zweitstärkste Fondskategorie dar. Allein in den ersten neun Monaten des vergangen Jahres flossen diesem Segment im Publikumsfondsbereich netto 8,3 Milliarden Euro zu. Kein Wunder also, dass die Branche das Gaspedal in Sachen Multi-Asset kräftig durchdrückt, um weiter an Fahrt zu gewinnen.

Die Gründe hierfür liegen auf der Hand. Angesichts eines herausfordernden Kapitalmarktumfeldes mit Minizinsen, gestiegener Volatilität an den Aktien- und Rentenmärkten sowie allgemein gesunkener Renditeniveaus gelten Multi-Asset-Konzepte als erfolgversprechender Ansatz, das Risiko/Rendite-Profil eines Portfolios durch Diversifikation zu verbessern. Die Möglichkeit, unterschiedliche Assetklassen zu kombinieren, macht Multi-Asset zu einer interessanten Alternative für Anleger. Indem sie in mehrere verschiedenartige Anlageklassen investieren, können Investoren Anlagechancen besser nutzen und gleichzeitig die Risiken über die Diversifikation begrenzen. Über einen langen Zeitraum hat dieser Ansatz in der Praxis überwiegend funktioniert. Dies jedenfalls ist das Ergebnis einer vor einem halben Jahr veröffentlichten Studie, mit der das Investment-Beratungshaus Willis Towers Watson die Leistungen von Multi-Asset-Fonds untersuchte. Danach hat die Mehrheit der unter die Lupe genommenen Produkte im Zeitraum von 2008 bis Ende 2015 die selbstgesteckten Ziele von mindestens drei bis vier Prozentpunkten über der Inflationsrate erreicht. Grundsätzlich, so schreiben die Autoren, konnten Multi-Asset-Produkte dem Anspruch durchaus gerecht wer-den, aktienähnliche Returns bei verringerter Volatilität zu erzielen.

 

VON MULTI-ASSET ZU MULTI-STRATEGIE

 

Soweit die gute Nachricht. Was die Zukunft angeht, gießen die Investmentexperten von Willis Towers Watson allerdings etwas Wasser in den Wein. Ihre Sorge: Vor dem Hintergrund insgesamt starker Aktien- und Rentenmärkte und minimaler Inflationsraten konnte das solide Abschneiden vieler Multi-Asset-Fonds kaum überraschen. Fraglich sei jedoch, ob alle Fondsmanager die guten Ergebnisse auch im künftigen Kapitalmarktumfeld mit gedämpften Rendite- und erhöhten Inflationserwartungen zu wiederholen imstande seien. Diese Frage ist berechtigt und wird am Markt unter dem Stichwort Multi-Strategie zunehmend diskutiert. Mit dieser Diskussion verbindet sich die Erkenntnis, dass allein die möglichst breite Diversifikation über unterschiedliche Assetklassen nicht ausreichen könnte und durch spezielle, auf den Mehrertrag abzielende Strategien ergänzt werden sollte. Eine entsprechende Weiterentwicklung des Multi-Asset-Ansatzes hat bereits begonnen, wie Steffen Selbach, Leiter Vermögensverwaltung und Multi Asset bei Deka Investments, beobachtet: „Trotz der Diversifikati-onseffekte, die sich aus der Kombination von Aktien, Renten, Währungen und Rohstoffen ergeben, haben die Herausforderungen am Kapitalmarkt in letzter Zeit zur verstärkten Berücksichtigung von innovativen Renditequellen und Portfoliostabilisatoren geführt.“ Dabei verweist der Deka-Investmentfachmann auf den Einsatz von Long/Short-Strategien genauso wie auf die Implementierung von unterschiedlichen Risikoprämien-Strategien. Insgesamt versprächen solche Strategien langfristige Überrenditen sowie vorteilhafte Korrelationsstrukturen, sowohl untereinander als auch in Kombination mit klassischen Risikoprämien.

 

NEUE ANFORDERUNGEN

 

Soweit die Theorie. Ob Multi-Strategie-Ansätze ihr Leistungsversprechen in der Praxis tatsächlich einhalten können, hängt entscheidend davon ab, wie gut es deren Managern gelingt, mit den besonderen Herausforderungen, die mit alternativen Strategien verbunden sind, umzugehen. Dies ist kein leichtes Unterfangen. Unterschiedliche Kompetenzen müssen zusammengeführt und systematisch in den Anlageprozess integriert werden. Dies beginnt mit der permanenten Beobachtung unterschiedlicher Assetklassen und Märkte. Hier geht es um die Fähigkeit, in einem dynamischen Investmentumfeld regelmäßig und zuverlässig mögliche Fehlbewertungen und Renditechancen zu identifizieren. Die sich daraus ergebenden taktischen Investmentideen müssen in einem nächsten Schritt mit den geeigneten Strategien gehoben werden. Mit zunehmender Zahl der Strategien im Portfolio steigen allerdings auch die Anforderungen. Selbstverständlich sollte der Asset-Manager jede einzelne Strategie für sich beherrschen können. Das allein genügt aber nicht. Denn darüber hinaus muss er die unterschiedlichen Strategien so in das Portfolio integrieren, dass sie miteinander und in Bezug auf andere Assetklassen möglichst gering korreliert sind. Dass ein derart komplexer Anlageprozess last but not least eines gut funktionierenden integrierten Risikomanagements bedarf, steht außer Frage. Der Weg zur Weiterentwicklung des Multi-Asset-Ansatzes ist also noch mit einigen Herausforderungen versehen.

MEIN GELD

verwaltetes_vermoegen_multi-asset-fonds

 

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INTERVIEW

Moderne Multi-Asset-Konzepte können helfen

Mein Geld sprach mit Eckhard Sauren, Vorstand der Sauren Gruppe über die Bedeutung von Multi-Asset-Investmentkonzepten.

Herr Sauren, unter dem Titel „Zeitenwende bei Mischfonds“ haben Sie im vergangenen Jahr in einer Studie Ihres Hauses auf die gestiegene Bedeutung von Multi-Asset-Fonds hingewiesen. Konnten entsprechende Produkte die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen?

ECKHARD SAUREN: In der Studie wurde herausgearbeitet, dass moderne Multi-Asset-Fonds, welche auch Absolute-Return-Strategien berücksichtigen, bessere Zukunftsaussichten haben als klassische Mischfonds, die nur in Aktien und Renten investieren. Da 2016 die Zinsen noch einmal gesunken sind, was zu Kursgewinnen bei Anleihen führte, und Absolute-Return-Strategien mit einem herausfordernden Umfeld konfrontiert wurden, waren klassische Mischfonds 2016 marktbedingt im Vorteil. Die grundsätzlichen Argumente haben sich dadurch jedoch nicht geändert, sondern im Gegenteil eher verstärkt.

Was spricht künftig für die Beimischung von Multi-Asset-Strategien?

ECKHARD SAUREN: Insbesondere das Diversifikationsargument spricht künftig für Multi-Asset-Strategien, da diese strukturell ein besseres Ertrags/Risiko-Verhältnis als klassische Mischfonds aufweisen. Vor allem aufgrund des aktuellen Niedrigzinsumfelds und ansteigender Inflationsgefahren kommt der Einbeziehung von Absolute-Return-Strategien in ein breit diversifiziertes Portfolio eine wichtige Bedeutung zu. Die Diversifikation über mehrere Anlageklassen ist aktueller denn je. Moderne Multi-Asset-Konzepte können hier helfen.

Müssen sich Multi-Asset-Fonds weiter entwickeln, um im anhaltend schwierigen Anlageumfeld noch Erfolg zu haben? Stichwort: Multi-Strategie-Ansätze …

ECKHARD SAUREN: Wir haben schon immer die Bedeutung einer Verteilung der Anlagegelder auf mehrere erfolgversprechende Manager betont, da zu einer wirklich wirksamen Diversifikation nicht nur die Verteilung auf verschiedene Anlageklassen, sondern auch auf verschiedene Fondsmanager und unterschiedliche Anlagephilosophien sinnvoll ist.

Was macht einen erfolgreichen Multi-Asset-Fonds aus? Über welche Fähigkeiten muss der Manager verfügen?

ECKHARD SAUREN: Der Fondsmanager sollte nachhaltig in der Lage sein, Alpha unter einer vertretbaren Schwankungsbreite zu erzielen. Dazu kommt es in erster Linie darauf an, dass der Fondsmanager die Fähigkeit besitzet, vielversprechende Einzelwerte für das Portfolio – im Fall einer Absolute-Return-Strategie sowohl für die Long-Seite als auch für die Short-Seite – auszuwählen. Darüber hinaus kommt der übergeordneten Portfolioallokation und den eingegangenen Risiken im Kontext der verfolgten Anlagestrategie eine besondere Bedeutung zu.

VIELEN DANK FÜR DAS GESPRÄCH.

 

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BLACKROCK

Neue Dimension im Anleihenportfolio

 

BlackRock_Investoren-Forum-2016_MICHAEL_KRAUTZBERGER

MICHAEL KRAUTZBERGER – Leiter des BlackRock Euro Fixed-Income-Teams

Sichere Staasanleihen bringen Anlegern im Niedrigzinsumfeld kaum noch Erträge – und Aktien werden oft als zu riskant bewertet. Wie aber können Anleger dieses Dilemma lösen? Der defensive Multi-Asset-Fonds BSF-BlackRock European Select Strategies Fund kann in solchen Phasen eine clevere Alternative für Anleger sein, die ihren Ertrag steigern wollen, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen.

Riskante Anlageprodukte sind bei den meisten Investoren auch im Niedrigzinsumfeld nicht besonders beliebt. Befragt danach, was ihnen bei der Anlage wichtig ist, lautet die häufigste Antwort: Kapitalerhalt. Erst dann reihen sich die Renditeperspektiven ein.

 

STABILE ERTRÄGE ALS ZIEL

 

„Bei unserem BSF – BlackRock European Select Strategies Fund wollen wir dies über die Mischung paneuropäischer Staats- und Unternehmensanleihen hoher Bonität mit qualitativ hochwertigen Dividendentiteln aus Europa erreichen“, erklärt Michael Krautzberger. Er ist seit 2005 Leiter des BlackRock Euro Fixed-Income-Teams, das mittlerweile insgesamt 37 Milliarden Dollar verwaltet. Beim BSF – BlackRock European Select Strategies Fund liegt die neutrale Gewichtung von Anleihen bei 75 Prozent, die von Aktien bei 25 Prozent, wobei Letztere einen maximalen Anteil von 35 Prozent haben können.

 

VIELE RENDITEQUELLEN

 

„Entscheidend ist, dass wir bei dem Fonds viele verschiedene Strategien und Renditequellen zur Verfügung haben“, sagt Michael Krautzberger, der 2014 und 2016 vom Analysehaus Morningstar zum Anleihenmanager des Jahres gekürt wurde. So nutzen er und sein Team die gesamte Kapitalstruktur eines Unternehmens – von klassischen Unternehmensanleihen, Pfandbriefen über Hybridanleihen bis hin zu Aktien.

Dabei steht auf der Anleihenseite neben der klassischen Selektion von Einzeltiteln sowie dem Laufzeit- und Währungsmanagement auch die Nutzung von Preisunterschieden zwischen einzelnen Anleihen im Zentrum.

Das eröffnet zusätzliche Ertragsquellen und kann darüber hinaus die Abhängigkeit von den Anleihenmärkten reduzieren.

Der Vorteil der Beimischung von sog. „Relative-Value“-Strategien: Sie funktionieren unabhängig davon, ob ein Anleihemarkt steigt oder fällt. Relative-Value-Strategien können daher ganz besonders zur Diversifikation von Portfolios beitragen. „Ganz gleich, ob ein Markt steigt oder fällt: Relative Value-Positionen funktionieren, solange sich die Bewertungen in die von uns erwartete Richtung bewegen und ungerechtfertigte Bewertungsunterschiede zwischen den Titeln ausgeglichen werden“, unterstreicht Krautzberger.

Auf der Aktienseite setzt Krautzberger ganz klassisch auf eine Titel- und Sektorauswahl mit dem klaren Fokus auf Qualitätstitel. Eine weitere Ertragsquelle erschließt sich aus der aktiven Vermögensgewichtung zwischen Aktien und Anleihen.

Der BSF – BlackRock European Select Strategies Fund bietet Investoren eine ganzheitliche, breit diversifizierte Fondslösung, die ein europäisches Basisinvestment aus qualitativ hochwertigen Titeln sucht und den Aktienteil nicht zu hoch gewichten will.

BLACKROCK

 

Guided_Content_Frage

Der BSF – BlackRock European Select Strategies Fund

 

Welchen Ansatz verfolgt der Fonds (inklusive Titelauswahl)?

 

Der BSF – BlackRock European Select Strategies Fund verfolgt einen innovativen Multi-Asset-Ansatz, indem er die Asset Allocation nicht nur top-down betreibt, wie das viele andere Fonds auch tun, sondern auf Unternehmensebene die Kapitalstruktur optimiert, indem er Relative-Value-Trades anwendet. Das bedeutet, dass es passieren kann, dass das Fondsmanagement des ESSF am selben Tag in einem Versorger von Anleihen in Aktien tauscht und den umgekehrten Trade in einem Finanztitel aufsetzt. Der Vorteil der Beimischung von Relative-Value-Strategien liegt darin begründet, dass sie unabhängig davon funktionieren, ob ein Anleihemarkt steigt oder fällt, solange sich die ausgewählten Positionen in die erwartete Richtung entwickeln.

 

Wie unterscheidet sich der Fonds von Konkurrenzprodukten?

 

Neben dem bereits genannten Punkt der Kapitalstrukturoptimierung auf Unternehmensebene muss hier sicher genannt werden, dass sich der Fonds hauptsächlich an traditionelle Anleiheninvestoren wendet, die über mittelfristige Sicht höhere Renditen erzielen wollen, als es nur im Rentenmarkt möglich wäre. Daher ist der Fonds aber auch rentennäher und konservativ positioniert. Er investiert hauptsächlich in Investment-Grade-Anleihen mit nur geringen Beimischungen in High Yield und Emerging Markets. Auch auf der Aktienseite investiert er hauptsächlich in Unternehmen hoher Qualität und Bonität und verfolgt hier einen Dividendenansatz. Es geht darum, Unternehmen zu finden, die zum einen eine attraktive aktuelle Dividende vorweisen und bei denen es als relativ sicher erscheint, dass diese im Zeitablauf weiterwächst.

 

Wie managen Sie das Risiko in dem Fonds?

 

Zur Minimierung von Risiken nutzt das Fondsmanagement die hauseigene Risiko- und Investmentplattform Aladdin®. Auf Aladdin® werden derzeit Anlagen von über 14 Billionen US-Dollar für mehr als 160 Kunden und insgesamt 30 000 Investmentportfolios verwaltet – von BlackRock, aber auch von Wettbewerbern, Banken, Vorsorgeeinrichtungen und Versicherern. Dabei geht es nicht nur um die Einschätzung der Entwicklung einzelner Anlagen, sondern auch beispielsweise um die stetige Überwachung der Korrelation der Anlagen innerhalb eines Gesamtportfolios.

Auf Fondsebene konzentriert sich das Fondsmanagement auf Emittenten hoher Bonität. Ansonsten ist der Investmentprozess sehr aktiv. Das bedeutet, dass sich Fondsmanager Michael Krautzberger ständig Gedanken zur Länderallokation, zu Laufzeiten, zu Kurvenoptimierung sowie zur Sektorauswahl macht, um schnell handeln zu können und Risiken sofort zu identifizieren.

 

Für welchen Anleger/Marktphase ist der Fonds geeignet bzw. nicht geeignet?

 

Der BSF – BlackRock European Select Strategies Fund kann im aktuell schwierigen Marktumfeld eine interessante Alternative zu sicheren Staatsanleihen sein – und ein europäisches Basisinvestment im Depot vieler Anleger. Der BSF – BlackRock European Select Strategies Fund eignet sich daher für Anleger, die ein Portfolio aus europäischen Titeln aufbauen und gleichzeitig den Ertrag aus ihren Anleiheportfolios steigern wollen.

MICHAEL KRAUTZBERGER, FONDSMANAGER

 

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FRIEDRICH & WEIK WERTEFONDS

Der Euro und die EU sind gescheitert – Zeit für Realismus!

 

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Marc Friedrich und Matthias Weik sind mehrfache Bestsellerautoren und Top-Ökonomen. Die Wirtschaftsexperten sehen die Ursachen und die Folgen der weltweiten Schulden- und Niedrigzinspolitik in unserem Geldsystem. Denn ein langfristiges Überleben unseres auf Zinseszins fußenden Finanzsystems ist rein mathematisch nicht möglich.

Schon 2012 haben Friedrich & Weik in ihrem Buch „Der größte Raubzug der Geschichte“ vorhergesagt, die nächste Bankenrettung finde auf Kosten der Sparer statt. Im Winter 2013 ist dies im Euroland Zypern bittere Realität geworden. Etliche weitere ihrer Prognosen und Analysen sind in der Zwischenzeit eingetreten: Null- und Negativzins, weitere Rettungspakete für Griechenland und die Ausweitung des EZB Aufkaufprogramms – um nur einige zu nennen.

 

DIE WELT SPIELT VERRÜCKT

 

Die EU, „der Kapitalismus“, „die Marktwirtschaft“ und „die Weltwirtschaft“ stecken in ihrer historisch schwersten und dauerhaftesten Krise. Weltweite Schuldenorgien, Bargeldflut, Nullzinsen, Investment-Blasen, Bankencrashs und Inflationsgefahren bedrohen Ihr Vermögen und Ihre Altersrücklagen. Wir sind gegenwärtig Zeugen eines historisch einmaligen Notenbankexperiments, welches langfristig genauso wie das rein politisch und wirtschaftlich motivierte Euro-Währungsexperiment scheitern wird.

 

DAS FONDSKONZEPT

 

Die langjährig bewährten Empfehlungen von Marc Friedrich und Matthias Weik sind die Grundlage für den antizyklisch agierenden Friedrich & Weik Wertefonds (WKN: A2AQ95). Der Fonds hat nicht umsonst den Beinamen Wertefonds. Vollgepackt mit Anlageklassen, die Vermögende und Superreiche seit jeher in ihren Portfolios haben, gibt er nun auch dem Normalanleger die Möglichkeit, breit gestreut in Sachwerte zu investieren. Denn in Zeiten von Währungs- und Finanzkrisen bieten Sachwerte den bestmöglichen Schutz.

 

SACHWERTE SICHERN UNSER ERSPARTES

 

Sachwerte sind seit Jahrhunderten bewährte Wertspeicher. Sie können niemals wertlos werden. Aber auch die Preise von Sachwerten schwanken – selbst wenn sie langfristig weit weniger volatil sind als reine Papierwerte. Demnach sollte sich der Anlagehorizont über mindestens fünf Jahre erstrecken. Wir sind uns sicher, dass wir einen epochalen Wandel erleben und Sachwerte die einzige Möglichkeit sein werden, das eigene Vermögen zu schützen. Ansonsten gilt auch für Sachwerte die wohl bekannteste Faustregel des seligen André Kostolany: Kaufen – und dann Schlaftabletten nehmen. Nichtsdestotrotz ist der Friedrich & Weik Wertefonds selbstverständlich auf täglicher Basis handelbar.

 

FriedrichUWeik

MARC FRIEDRICH UND MATTHIAS WEIK
Gründer der Honorarberatung Friedrich & Weik Vermögenssicherung
FRIEDRICH & WEIK WERTEFONDS

 

Guided_Content_Frage

Friedrich & Weik Wertefonds

 

Welchen Ansatz verfolgt der Fonds (inklusive Titelauswahl)?

 

In Zeiten von Währungs- und Finanzkrisen bieten Sachwerte den bestmöglichen Schutz. Daher setzt sich das Anlageportfolio des Friedrich & Weik Wertefonds (WKN: A2AQ95) neben physischen Edelmetallen und Aktien aus weiteren Sachwerten, wie beispielsweise Immobilien, Wald, Ackerland und Diamanten, sowie Cash – also echtem Bargeld, das sich in Tresoren und nicht auf Konten befindet – zusammen. Der Friedrich & Weik Wertefonds verfolgt einen vermögensverwaltenden Ansatz. Oberste Priorität hat die reale Vermögenssicherung unter Berücksichtigung der Inflation!

 

Wie unterscheidet sich der Fonds von Konkurrenzprodukten?

 

Im Unterschied zu vielen „Multi-Asset-Fonds“ werden die einzelnen Anlageklassen des Friedrich & Weik Wertefonds von verschiedenen Fondsmanagern gemanagt, die auf die jeweilige Anlageklasse spezialisiert sind. Für den Anleger ist der Wertefonds ein vollkommen transparent agierender Fonds, der auf der Webseite: www.fw-fonds.de en détail veröffentlicht, was ge- und verkauft wurde. Für den Fonds sind Investitionen in Staatsanleihen jeder Art sowie das Verleihen von Aktien, die der Fonds erworben hat, ausgeschlossen. Der Zusatz „Wertefonds“ steht nicht nur für eine länderübergreifende Anlage in Realgüter, sondern auch für die Berücksichtigung ethischer Kriterien: Preisspekulationen auf Nahrungsmittel und die Anlage in Unternehmen aus der Rüstungsbranche sind ebenfalls ausgeschlossen.

 

Wie managen Sie das Risiko in dem Fonds?

 

Ziel des Fonds ist, eine optimale und krisenresistente Vermögenssicherung für die Anleger zu bieten. Da auch Sachwerte Wertschwankungen unterliegen, streben wir eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen an. Bei der Auswahl der einzelnen Fondsmanager war für uns ein aktives Risikomanagement von zentraler Bedeutung. Die Fondsmanager handeln eigenständig und können ihre Investitionsquoten frei bestimmen. Zusätzlich haben wir großen Wert auf defensive Anlagestile gelegt. Die Knoesel & Ronge Vermögensverwaltung, die das Segment „traditionelle Aktien“ managt, investiert zum Beispiel ausschließlich in Unternehmen, die das Ziel einer Übernahme sind oder für die bereits Abfindungsangebote vorliegen. Hierdurch wird ein sehr robustes Portfolio mit geringer Schwankungsbreite erzielt.

 

Für welchen Anleger/Marktphase ist der Fonds geeignet bzw. nicht geeignet?

 

Der Fonds eignet sich nicht für Anleger, die auf der Suche nach der schnellen Rendite sind oder in Zeiten von Null-Zinsen garantierte Erträge erwarten. Für Anleger, die glauben, dass man auf ewig Schulden mit Schulden bezahlen kann, den Euro für ein auf die Ewigkeit angelegtes Erfolgsprojekt, Niedrig- und Negativzinsen als normal und historische Rekordschulden für unproblematisch erachten, ist der Fonds wahrscheinlich ungeeignet. Sachwerte sind Wertanker, sie unterliegen Wertschwankungen, können aber niemals wertlos werden. Damit bilden sie die einzige nachhaltige Lebensversicherung für das Vermögen. Der Friedrich & Weik Wertefonds richtet sich daher an Anleger, die in Zeiten überbordender Schulden, historisch niedriger Zinsen und ständiger Krisen ihren Fokus auf reale Vermögenssicherung legen und hierfür breit gestreut in echte Sachwerte investieren wollen.

MARC FRIEDRICH & MATTHIAS WEIK

 

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PIONEER INVESTMENTS

Diversifizieren, aber anders

 

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FRANZ FELDMANN – Leiter Produktmanagement und Marketing, Pioneer Investments

Nach einem mehrjährigen Bullenmarkt müssen sich Investments in einer volatileren Welt bewähren. Wir glauben, dass ein traditioneller Ansatz zur Asset Allokation, der einfach zwischen Assetklassen diversifiziert, nicht mehr ausreicht, um zufriedenstellende Renditen zu generieren und Portfolios vor exzessiver Volatilität in Stressphasen zu schützen. Bei Pioneer Investments wurde angesichts dieser Herausforderungen ein Multi-Asset-Investmentprozess geschaffen, der auf vier Säulen beruht.

SÄULE 1:

MAKROSTRATEGIE

Der Prozess zur Definition der Makrostrategie beginnt mit einer genauen Analyse des gesamtwirtschaftlichen Hintergrunds, wobei sowohl die wirtschaftlichen Bedingungen als auch die Stabilitätsfaktoren auf globaler und regionaler Ebene berücksichtigt werden. Das Ergebnis dieser Analyse ist unser Basisszenario oder unsere „Sicht der Welt“. Es mündet in Investmentthemen, die sich in der Makrostrategie wiederfinden. Sie besteht aus Ideen, von denen wir in hohem Maße überzeugt sind (High Conviction Ideas).

SÄULE 2:

MAKRO-HEDGING-STRATEGIE

Mit der Makro-Hedging-Strategie sollen Downside-Risiken, die sich aus Alternativszenarios ergeben, gemanagt werden. Die Makro-Hedging-Strategie besteht aus Absicherungspositionen, die sich in Stressphasen positiv entwickeln dürften und somit die negativen Auswirkungen widriger Marktbedingungen ausgleichen sollen. Dabei kann es sich um Derivate oder einen Korb von Assetklassen handeln, von denen erwartet wird, dass sie im Falle unerwarteter Marktbewegungen eine negative Korrelation zum aktiven direktionalen Risiko aufweisen.

SÄULE 3:

SATELLITENSTRATEGIEN

Mit einer gründlichen Analyse von Ländern und Branchen, länderspezifischen Zinskurven sowie von alternativen Anlageklassen identifizieren wir Chancen, die sich aus dem Eingehen eines primär nicht-direktionalen Risikos ergeben. Im Gegensatz zur Makro-Strategie, die Investment-Ideen darstellt, die wir aus unserer „Sicht der Welt“ ableiten, enthalten die Satellitenstrategien typischerweise spezifische Relative-Value-Ideen. Sie weisen daher meist eine niedrige Korrelation mit der Makrostrategie auf und verbessern so das Ertrags-Risiko-Profil des Portfolios. Ziel der Satellitenstrategien ist es, Alpha zu generieren und das Risiko zu diversifizieren.

SÄULE 4:

SELEKTIONSSTRATEGIEN

Mit robustem Research und dem Knowhow von Branchenexperten suchen wir Einzeltitel mit Alpha-Potenzial, die in ihrer Gesamtheit einen Pool diversifizierter Bottom-Up-Ideen darstellen. In der Regel sind dies Investments in Unternehmens- und Staatsanleihen hoher Qualität.

DR. FRANZ FELDMANN,
LEITER PRODUKTMANAGEMENT UND MARKETING,
PIONEER INVESTMENTS

 

Guided_Content_Frage

Pioneer Funds – Absolute Return Multi-Strategy

 

Welchen Ansatz verfolgt der Fonds (inklusive Titelauswahl)?

 

Der Pioneer Funds – Absolute Return Multi-Strategy strebt eine stabile Wertentwicklung bei gleichzeitig relativ geringen Schwankungen an. Das Management-Team unter Davide Cataldo nutzt den Multi-Asset-Ansatz von Pioneer Investments, der auf vier Säulen beruht: einer Makro-Strategie, einer Makro-Hedging-Strategie, einer Satellitenstrategie und einer Selektionsstrategie (siehe Seite 54). Die Makrostrategie umfasst im Fonds 15 bis 25 direktionale Strategien, die sich aus der Makrosicht von Pioneer Investments ergeben; die Makro-Hedging-Strategie soll die größten Risiken für das Makroszenario möglichst effizient absichern. Bei den Satellitenstrategien im Fonds handelt es sich um 40 bis 60 Relative-Value-Strategien, die eine geringe Korrelation zu den anderen Strategien im Fonds haben. Die Selektionsstrategien sind in der Regel Investments in Unternehmens- und Staatsanleihen hoher Qualität.

 

Wie unterscheidet sich der Fonds von Konkurrenzprodukten?

 

Hier wäre zunächst das präzise austarierte Diversifikationskonzept zu nennen: Innerhalb des Vier-Säulen-Ansatzes werden eine Vielzahl von traditionellen und alternativen Strategien so aufeinander abgestimmt, dass die Korrelationen möglichst niedrig sind. Eine zweite Besonderheit ist das mehrschichtige Risikomanagement.

 

Wie managen Sie das Risiko in dem Fonds?

 

Das Risikomanagement umfasst fünf Ebenen: das bereits erwähnte Makro-Hedging, die Risikobudgetierung, Szenario-Analysen und Stresstests, ein strenges Management bestehender Positionen sowie einen dynamischen Value-at-Risk-Ansatz. Dabei herrscht eine große Vielfalt von Methoden: Während der Value-at-Risk-Ansatz und die Risikobudgetierung modellbasiert sind, steht zum Beispiel am Anfang des Makro-Hedging-Prozesses eine formale Umfrage unter den Mitgliedern des Multi-Asset-Teams zu deren Einschätzung bestimmter Risiken. Beim Positionsmanagement soll durch Limitsysteme verhindert werden, dass Portfolio-Manager zu lange an verlustreichen Positionen festhalten oder Gewinne nicht rechtzeitig realisieren.

 

Für welchen Anleger/Marktphase ist der Fonds geeignet bzw. nicht geeignet?

 

Als Absolute-Return-Fonds ist der Pioneer Funds – Absolute Return Multi-Strategy darauf ausgelegt, dass Anleger über den Marktzyklus hinweg eine möglichst konstante Wertentwicklung erwarten können. Er eignet sich vor allem als Kerninvestment, kann aber auch zur Diversifizierung von Portfoliorisiken eingesetzt werden.

DR. FRANZ FELDMANN,
LEITER PRODUKTMANAGEMENT UND MARKETING,
PIONEER INVESTMENTS

 

Wichtige Hinweise: Sofern nicht anders angegeben, beruhen die dargestellten Informationen auf Recherchen und Berechnungen von Pioneer Investments per 19.01.2017. | Sofern nicht anders angegeben, stammen alle hier geäußerten Meinungen von Pioneer Investments und können sich ohne Vorankündigung ändern, abhängig von wirtschaftlichen und anderen Rahmenbedingungen. Es gibt keine Gewähr, dass sich Länder, Märkte oder Branchen wie erwartet entwickeln werden. Investitionen beinhalten gewisse Risiken, darunter politische und währungsbedingte Risiken. Die Rendite und der Wert der zugrunde liegenden Anlagen sind Schwankungen unterworfen. Dies kann zum vollständigen Verlust des investierten Kapitals führen. | Diese Publikation beurteilt das Marktumfeld zu einem bestimmten Zeitpunkt und soll nicht als Prognose künftiger Ereignisse oder als Garantie künftiger Ergebnisse betrachtet werden. Die Leser sollten diese Informationen nicht als Research-Analyse, Anlageberatung oder Empfehlung spezifischer Fonds bzw. Wertpapiere erachten. Die Einschätzungen dienen allein der Veranschaulichung und Aufklärung und sind Änderungen unterworfen. Diese Informationen repräsentieren nicht die tatsächlichen aktuellen, früheren oder künftigen Bestände bzw. Portfolios von Pioneer Investments-Produkten. | Dieses Dokument stellt kein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Anteilen an einem Investmentfonds oder einer Dienstleistung dar. Der Pioneer Funds – Absolute Return Multi-Strategy ist ein Teilfonds des Pioneer Funds, eines „Fonds commun de placement“ mit verschiedenen, voneinander getrennten Teilfonds, aufgelegt nach luxemburgischem Recht von der Pioneer Asset Management S.A. | Pioneer Investments ist ein Markenname der Unternehmensgruppe Pioneer Global Asset Management S.p.A. | Pioneer Investments Kapitalanlagegesellschaft mbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München.

 

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ODDO MERITEN ASSET MANAGEMENT

Zielgruppe: Wholesale / Privatanleger

 

Oddo ProActif Europe verfolgt einen einfachen und bewährten Ansatz
(WKN: A0ETCM): Eine exible Allokation von europäischen Aktien und Geldmarktinstrumenten
(0 bis 100 Prozent) kombiniert mit einer umfassenden Einzeltitelselektion.

 

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Die jeweilige Aktienquote wird flexibel gesteuert und kontinuierlich im Hinblick auf das mögliche Ertrags- und Risikoprofil adjustiert. Bei starken Marktschwankungen kann der Aktien-
anteil zudem über liquide Derivate teilweise oder ganz abgesichert werden. Diese Entscheidung erfolgt diskretionär und unterliegt keinem quantitativen Ansatz. Vielmehr sind die Bewertungsniveaus der selektierten Aktien von Bedeutung.

Die verantwortlichen Fondsmanager, Pascal Riégis und Emmanuel Chapuis, verfolgen in erster Linie das Ziel der Abfederung des Kapitalmarktrisikos. Das bedeutet, einerseits Chancen am Aktienmarkt zu nutzen und andererseits Abwärtsrisiken (Drawdowns) weitestgehend zu vermeiden.

Grundsätzlich hängt die Investitionsquote auch davon ab, welche Titel tatsächlich den Selektionskriterien des Portfolio-Managements genügen. Nur die unserer Meinung nach attraktivsten Unternehmen aus dem Mid- und Large-Cap-Bereich können sich qua-lifizieren. Ende August fanden somit nur 15 ausgewählte Aktien Berücksichtigung im Fonds.

Kern des Investmentprozesses ist eine umfassende Fundamentalanalyse. Gesucht werden günstig bewertete Unternehmen, die über verschiedene Marktphasen hinweg selbstfinanziert wachsen und für Anleger nachhaltig Mehrwert erzielen können. Makroökonomische Einschätzungen spielen bei diesem Ansatz keine Rolle. Damit grenzt sich Oddo ProActif Europe bewusst von herkömmlichen, oft anleihedominierten Asset-Allokation-Produkten ab.

Nicht nur für Anleger, die Anleihen nach Jahren der Rallye nun zunehmend vorsichtiger einschätzen, könnte Oddo ProActif Europe aufgrund der äußerst geringen Zinssensitivität eine interessante Alternative darstellen. Vielmehr hat der Fonds seit vielen Jahren erfolgreich unter Beweis gestellt, dass man mit flexibler Allokation und konsequenter Einzeltitelauswahl aktienähnliche Renditen erzielen kann, ohne den entsprechend großen Schwankungen unterworfen zu sein.

Oddo ProActif Europe (CR-EUR (WKN: A0ETCM)) konnte in den letzten 5 Jahren (per 31. Dezember 2016) eine Rendite von durchschnittlich 6,9 Prozent p.a. erzielen und schlug damit seinen Referenzindex (50 Prozent Euro Stoxx 50 NR + 50 Prozent EONIA TR: 5,3 Prozent) deutlich. Aufgrund der Performance und des potenziell attraktiven Risiko-Return-Profils wird Oddo ProActif Europe von Morningstar als einer der besten Fonds in der Vergleichsgruppe Flexible Allocation EUR mit 5 Sternen bewertet.

Fazit: Eine einfache und flexible Strategie, die sich bereits seit 12 Jahren bewährt.

ODDO MERITEN ASSET MANAGEMENT

 

Guided_Content_Frage

Oddo ProActif Europe

 

Welchen Ansatz verfolgt der Fonds (inklusive Titelauswahl)?

 

Der Oddo ProActif ist ein aktiv gemanagter Aktienfonds, der auch eine hohe Kassequote halten darf. Es wird nur dann in Aktien investiert, wenn die Auswahlkriterien hinsichtlich Kurspotenzial, Geschäftsmodell, Ertragskraft und Bilanzqualität erfüllt sind. Die Möglichkeit zur hohen Kassehaltung hat hohe Bedeutung, denn sie befreit den Portfolio-Manager vom Zwang zum Investieren. Es wird also nur dann investiert, wenn es auch potenziell attraktive Möglichkeiten gibt. Dieser Ansatz sorgt zugleich für eine gewisse Stabilität des Oddo ProActif.

 

Wie unterscheidet sich der Fonds von Konkurrenzprodukten?

 

Der Oddo ProActif ist ein Fonds, der in europäische Aktien anlegt und nicht investiertes Geld in der Kasse „trocken“ hält. Andere Anlageklassen wie zum Beispiel Anleihen spielen keine Rolle. Der Fonds ist daher nicht so komplex wie andere Mischfonds. Auch ist klar erkennbar, wann und mit welchen Wertpapieren die Wertentwicklung erzielt wurde. Schließlich werden durch den Verzicht auf Anleihen Risiken vermieden, die sich zum Beispiel aus einer möglichen Zinswende ergeben können.

 

Wie managen Sie das Risiko in dem Fonds?

 

Das Risiko im Oddo ProActif managen wir hauptsächlich über unsere strengen Auswahlkriterien, die unsere Investmentkandidaten erfüllen müssen. Wir investieren nur in Aktien von Large-Cap-Unternehmen, die mit ihrem Geschäftsmodell und ihren Produkten aus dem Wettbewerb positiv hervorstechen. Zugleich achten wir bei den Firmen auf die Schuldenhöhe und die Innenfinanzierungskraft. Da nur wenige Unternehmen unsere Kriterien erfüllen, hat der Oddo ProActif eine Kassequote zwischen 40 und 60 Prozent, was ein zusätzliches Element für die Risikosteuerung ist.

 

Für welchen Anleger/Marktphase ist der Fonds geeignet bzw. nicht geeignet?

 

Der Oddo ProActif ist ein Aktienfonds für die dauerhafte und langfristige Geldanlage. Er wurde im September 2004 aufgelegt und basiert auf den Erfahrungen, die wir und unsere Kunden in den Jahren zwischen 2000 und 2003 gemacht haben, als die Aktienkurse dramatisch fielen. Wir wollten unseren Kunden ein Produkt anbieten, das ihnen die Renditechancen der Aktie eröffnet, gleichzeitig aber das Verlustpotenzial begrenzt.

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